Gebrauchtwagen-Check: BMW Roadster
Z3: Ein Bayer aus Amerika

Zum Höhepunkt des Roadster- und Cabrio-Booms Mitte der neunziger Jahre setzte auch BMW auf die Erfolgs-Nische im Automarkt.

HB STUTTGART. Der Z3 kam mit Elementen der Vergangenheit, wirkte aber modern. Das Dach bestand in bewährter Manier aus Stoff. Gebaut wurde der Z3 in Nordamerika. Der Markt hält heute ein großes Angebot gebrauchter Z3 bereit.

Wer beim Kauf auf einige Schwachstellen achtet, hat laut der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart gute Chancen, ein vernünftiges Fahrzeug mit Spaßfaktor zu bekommen.

Weil der Z3 mit einem Stoffverdeck unterwegs ist, sollte dieses wie bei jedem Cabrio gründlich kontrolliert werden. Neben dem Stoff selbst muss laut Dekra vor allem der Schließmechanismus in Ordnung sein. Ratsam ist nach Angaben der Sachverständigen auch ein Hardtop, das den Betrieb im Winter angenehmer macht.

Der Z3-Boden ist ebenfalls gründlich zu prüfen: Das gilt unter anderem für die Staubmanschetten an den Antriebsachsen und für die vorderen Spurstangen, die keine Defekte aufweisen sollten. Kräftiges Wackeln an den Rädern gibt Aufschluss über den Zustand der Radführungsgelenke.

Die ersten Fahrzeuge der Baureihe haben mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel. Bereits 1996 feierte der Z3 seine Premiere. 1998 folgte dann das wenig verbreitete Z3 Coupé, das durch seine ungewöhnliche Form von sich Reden machte. 1999 erhielt der Z3 ein Facelift, abgelöst wurde er 2003 durch den Z4. Die frühen Z3-Modelle aus den USA weisen laut Dekra eine eher dürftige Verarbeitungsqualität auf. Allerdings bietet der Z3 ein sportliches Fahrverhalten und je nach Ausführung recht hohe Fahrleistungen.

Den Einstieg bei der Motorisierung bildete zunächst ein 1,8-Liter-Vierzylinder mit 85 kW/115 PS, später waren es dann 1,9 Liter Hubraum und 87 kW/118 PS. Die nächste Stufe bildeten zwei Vierzylinder mit 103 kW/140 PS und 110 kW/150 PS. Darüber rangierten stärkere Sechszylinder vom 2,2-Liter-Aggregat mit 125 kW/170 PS bis zum 3,0-Liter-Motor mit 170 kW/231 PS. Die Spitze bildete der M roadster mit 239 kW/325 PS.

Ältere Z3 sind mittlerweile durchaus auch für kleinere Geldbeutel erschwinglich. So kostet ein Z3 roadster 1.8 aus dem Jahr 1996 laut der Schwacke-Liste 8 400 Euro. Einen Z3 roadster 2,8 mit sechs Zylindern aus dem Jahr 1998 gibt es für 12 600 Euro. Ein M roadster von 2002 schlägt mit gut 29 000 Euro zu Buche.

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