Gebrauchtwagen-Check: Ford B-Max
Ein Liebling der Familien und TÜV-Prüfer

Der Van im Allgemeinen und der Mini-Van im Speziellen sind in Zeiten des SUV-Booms vom Aussterben bedroht. Dabei haben die kleinen Familienfreunde viel zu bieten: Im Falle des Ford B-Max sogar Überdurchschnittliches.
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Der Ford B-Max steht in guter Tradition. Schon der Vorgänger Fusion zählte zu den zuverlässigsten Familienautos in Deutschland. Der Nachfolger orientiert sich daran und fügt noch einen guten Spritzer Originalität hinzu. Vor allem Familien mit Kindern oder Enkeln freut das.

Karosserie und Innenraum: Der B-Max sieht auf den ersten Blick aus wie ein etwas aufgepumpter Fiesta – durchaus schnittig, ohne aber ein echter Hingucker zu sein. Zu dem wird er jedoch, wenn sich die hinteren Portale öffnen. Die nämlich sind als Schiebetüren ausgeführt – wie man sie sonst nur von deutlich größeren Vans kennt.

Möglich wird das trotz der begrenzten Fahrzeuglänge (4,08 Meter) durch den Verzicht auf eine feste B-Säule. Diese aufwändige Konstruktion sorgt bei gleichzeitig geöffneter Vordertür für eine offene Flanke, groß wie ein Scheunentor. In Kombination mit den umlegbaren Rücksitzen und dem klappbaren Beifahrersitz wird das kleine Auto so zum Beladungswunder.

Allerdings sind sämtliche Türen relativ schwer ausgefallen und daher nur mit Kraft zu öffnen und zu schließen. Konzentration hingegen benötigt man im Cockpit, das mit seinen vielen Knöpfen unübersichtlich und teils unlogisch in der Bedienung ausfällt.

Das Platzangebot ist vorne gut, im Fond ordentlich. An Gepäck fasst der Kofferraum 318 Liter – ungefähr so viel wie bei einem typischen Mini-SUV.

Motoren: Kernmotor des B-Max ist der vielfach ausgezeichnete 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner aus der Eco-Boost-Familie. In gibt es mit 74 kW/100 PS, 88 kW/120 PS (ab 2013: 92 kW/125 PS) und 103 kW/140 PS.

Im Stadtverkehr und auf der Landstraße geben sich die kleinen Triebwerke angenehm quirlig und akustisch zurückhaltend, bei Autobahngeschwindigkeit kommen sie jedoch an ihre Grenzen und werden schnell sehr durstig.

Am günstigsten in der Anschaffung sind die beiden älteren Saugbenziner mit 1,4 Litern Hubraum (66 kW/90 PS) und 1,6 Litern Hubraum (77 kW/105 PS). Letzterer ist als einziger B-Max-Motor mit einer Automatik gekoppelt, einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe.

Kaum eine Rolle auf dem Gebrauchtmarkt spielen die beiden Diesel, ein 55 kW/75 PS starker 1,5-Liter-Motor und ein 1,6-Liter-Triebwerk mit 71 kW/95 PS.

Ausstattung und Sicherheit: Um den Einstiegspreis möglichst niedrig zu halten, hat Ford bei der Ausstattung des B-Max gegeizt. Die beiden Einstiegs-Linien „Ambiente“ und „Trend“ kann man vor allem als Gebrauchtwagenkäufer gleich links liegen lassen, fehlen dort doch nicht zuletzt Standard-Features wie Klimaanlage und Radio.

Ordentlich bestückt ist das Familienauto erst in den oberen Ausstattungslinien, die über die Jahre immer wieder neu geordnet und umbenannt wurden. Interessante Extras sind darüber hinaus die beheizbare Frontscheibe (kombiniert mit beheizbaren Sitzen), das Panoramadach mit Schiebe-Jalousie und die Sprachsteuerung SYNC. Für Sicherheit sorgen unter anderem sieben Airbags optional ist ein Notbremsassistent zu haben.

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Überdurchschnittliche TÜV-Bewertungen

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