Gebrauchtwagen-Check: Kia Sorento
Viel Platz und ein paar Sorgen

Die großen und günstigen SUV-Modelle haben Kia hierzulande zum Durchbruch verholfen. War die erste Generation des großen Sorento schnell ein Pflegefall, so hält sich die zweite Auflage schon etwas besser.
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Großes Auto zum kleinen Preis: Der Kia Sorento der zweiten Generation (2009 bis 2014) bietet fast so viel Platz wie eine Mercedes M-Klasse, kostete neu aber nur die Hälfte. Ein optionaler Allradantrieb, die Anhängelast von bis zu zweieinhalb Tonnen und ein modischer Auftritt rundeten das überzeugende Gesamtpaket ab. Nur beim TÜV schlägt sich der Koreaner mäßig.

Karosserie und Innenraum: Mit 4,69 Metern Länge siedelt sich der Sorento am oberen Ende des mittleren SUV-Segments an. Auch das Laderaumvolumen von mindestens 660 Litern und maximal 1.675 Litern kann sich im Vergleich mit einschlägigen Konkurrenten wie Mitsubishi Outlander, Opel Antara und Hyundai Santa Fe durchaus sehen lassen. Wer lieber Passagiere als Gepäck transportiert, wählt ein Modell mit der optionalen dritten Sitzreihe. Die bietet wie üblich allerdings nur Kindern zumutbare Platzverhältnisse.

Verpackt ist das alles in einer schick geschnittenen Karosserie, die anders als beim Vorgänger nicht auf einem Leiterrahmen ruht, sondern selbsttragend ausgeführt ist und in Kombination mit weich abgestimmten Federn für ausgesprochen komfortables Fahrverhalten sorgt. Ein Geländewagen ist der Sorento anders als sein direkter Vorgänger nun aber überhaupt nicht mehr.

Motoren und Antrieb: Eigentlich gibt es für den Sorento nur einen sinnvollen Motor: den 2,2-Liter-Diesel mit 145 kW/197 PS und ordentlichen 421 Nm Drehmoment. Das liegt nicht daran, dass der etwas zähe und angestrengt klingende Vierzylinder so gut wäre, sondern daran dass die einzige Alternative ein 2,4-Liter-Benziner ist (128 kW/174 PS), der noch träger und zudem deutlich durstiger zur Sache geht. Beide Motoren sind sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb angeboten worden, der sich vor allem für den Anhängerbetrieb anbietet.

Davon abgesehen und bei einem Wohnort im trockenen Flachland kann man auf die traktionsfördernde Technik eher verzichten, was auch Fahrleistungen und Verbrauch zugutekommt. Geschaltet wird bei den frontgetriebenen Varianten immer per manuelles Sechsgangbox, für die Allradmodelle gab es auch eine Sechsgangautomatik. Die in der Vorgängergeneration noch angebotenen Sechszylindermotoren gibt es beim zweiten Sorento nicht mehr.

Ausstattung und Sicherheit: Bereits das Basismodell „Attract“ ist ordentlich ausgestattet. Immer dabei sind Klimaanlage, CD-Radio, Bergabfahrhilfe und 17-Zoll-Räder. Mit leichtem Luxus wartet die zweite Linie „Vision“ auf, die zusätzlich unter anderem Dachreling, Lederlenkrad und Tempomat bietet. Nahezu Vollausstattung hat man bei „Spirit“ – zu den interessantesten Posten zählt das Xenonlicht. Viele der Extras und zusätzliche Optionen gab es auch einzeln oder in Paketen zum hinzubuchen.

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