Gebrauchtwagen-Check
Lancia Ypsilon: Luxus für Nische

dpa/tmn MÜNCHEN. Bei Fiat gibt es seit einiger Zeit einen Plan: Die Konzernmarke Lancia soll ein luxuriöses Image bekommen und zudem noch erfolgreich sein. Die Sache mit dem Image ist dabei eigentlich schon erledigt.

Die wenigen Käufer eines Lancia greifen meist gerade wegen des exotischen Rufs und der noblen Ausstattungen zu. Nur am Erfolg hapert es bisher noch. Auch der Ypsilon ist eine Lancia-typische Besonderheit, verbindet er doch die Abmessungen eines Kleinwagens mit schickem Design und luxuriöser Ausstattung. Üppige Verkaufszahlen können jedoch nicht vermeldet werden. In der Pannenstatistik des ADAC in München zeigt sich zudem, dass vor allem bei frühen Ypsilon-Modellen mit einigen Mängeln zu rechnen ist.

Die festgestellten Probleme betreffen laut ADAC zum Beispiel bei den Baujahren 1996 und 1997 Defekte an den Zylinderkopfdichtungen sowie gerissene Zahnriemen und Öl-Leckagen. Besonders im Baujahr 2001 neigte die Kraftstoffpumpe zu Undichtigkeiten. Bei den Auspuffanlagen wird für alle Baujahre starke Korrosion festgestellt. Weitere Mängel gibt es je nach Baujahr im Hinblick auf Störungen im Motormanagement und an der Wegfahrsperre, auch gestörte Zündanlagen oder hoher Bremsenverschleiß finden sich in der Pannenstatistik.

Der Lancia Ypsilon - zunächst nur „Y“ genannt - erschien im Jahr 1996 auf dem Markt, im Jahr 2000 erhielt diese erste Generation dann ein Facelift. Der Nachfolger kam 2003 zu den Händlern, hier stand im Jahr 2006 eine Überarbeitung an. Neben einem interessanten Design und der hochwertigen Innenausstattung zählt laut ADAC eine gute Handlichkeit zu den Vorzügen des Lancia Ypsilon.

Bei den Motoren gibt es in erster Linie typische Kleinwagen-Maschinen. Die erste Generation bietet Benziner mit 40 kW/55 PS bis 63 kW/85 PS, im Nachfolgemodell sind es 44 kW/60 PS bis 70 kW/95 PS. Auch Diesel mit 51 kW/70 PS bis 66 kW/90 PS sind in jüngeren Modellen zu finden.

Der Ypsilon ist als Neuwagen kein Bestseller und auch als Gebrauchter vergleichsweise selten. Trotzdem scheint das Auto treue Anhänger zu haben, was zu vergleichsweise hohen Gebrauchtpreisen führt. Zwar gibt es ein Modell 1.2 LE aus 1996 heute bereits für gut 2 000 Euro. Für einen Y 1.4 16v Platino aus dem Jahr 2003 müssen laut Schwacke-Liste jedoch noch etwa 7 800 Euro eingeplant werden. Ein Dieselmodell Y 1.3 16v Multijet Oro aus 2006 kostet etwa 10 000 Euro.

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