Gebrauchtwagen-Check
Nissan Primera: Auf dem absteigenden Ast

Die Modellreihe Primera brachte der japanische Hersteller Nissan 1990 auf den Markt, bis 2007 wurde sie verkauft. In der Pannstatistik des ADAC präsentiert sich der Wagen mit untypisch vielen Mängeln.

dpa/tmn MÜNCHEN. Japanische Autos waren in der Vergangenheit optisch oft auffallend unscheinbar - was sie aber mit einer Qualität wettmachten, von der andere Hersteller nur träumen konnten.

Denn viele japanische Autos kannten Pannen so gut wie gar nicht. Dass es aber auch anders geht, bewies Nissan mit dem Primera: Das Mittelklasse-Modell kam Anfang des Jahrtausends mit einem aufgefrischten und auffälligen Design auf den Markt, konnte aber an die Qualitäten seines Vorgängers nicht anknüpfen. Das zeigt sich auch beim Blick in die Pannenstatistik des ADAC in München.

Der Automobilclub fasst seine Eindrücke von der letzten Primera-Generation in einem Satz zusammen: Die Zuverlässigkeit ist nicht so hoch wie beim Vorgänger. Vielmehr rangiere die Modellreihe eher im Mittelfeld. Die aufgelisteten Mängel sind vielfältig: So gab es bis zum Jahr 2003 Störungen im Motormanagement.

Feuchte Zündkerzen wurden vor allem 2002 bemerkt. Außerdem gab es defekte Turbolader und abgerutschte Turboschläuche (Diesel 2003 und 2004), Fehlfunktionen der Wegfahrsperre (besonders 2002) oder defekte elektrische Fensterheber (2002 und 2003). Rückrufe betrafen unter anderem Nocken- und Kurbelwellensensoren (2002 und 2004) sowie Steuergeräte (2004).

Die Modellreihe Primera kam 1990 auf den Markt. Der Nachfolger erschien 2002 und verblüffte unter anderem durch seine ungewöhnliche kantige Form. Das Auto wurde bis 2007 verkauft - dann stellte Nissan die Modellreihe ein. Neben der Limousine wurde auch ein Kombi angeboten.

Auf der Motorenseite findet sich im Primera nichts Auffälliges. Bei der ab 2002 gebauten Generation bildet ein Vierzylinder-Benziner mit 85 kW/116 PS den Einstieg. Das Topmodell leistet 103 kW/140 PS. Die Dieselmotoren decken ein ähnliches Leistungsspektrum ab: Hier reicht die Spanne von 88 kW/120 PS bis hin zu 102 kW/139 PS.

Ein Primera 1.8 visia mit Baujahr 2002 ist laut Schwacke-Liste heute für rund 5 900 Euro zu bekommen. Ein Kombi Primera Traveller 2.0 tekna aus dem Jahr 2004 kostet etwa 9 200 Euro. Ein Dieselmodell Primera 1.9 dCi acenta aus dem Jahr 2005 steht mit 10 100 Euro in der Liste.

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