Gebrauchtwagen-Check
Skoda Octavia: Der Golf im Schafspelz

Der Erste und der Zweite sind im Grunde der Vierte und der Fünfte. Das mag etwas wirr klingen, entspricht aber beim Skoda Octavia einer simplen Tatsache. Denn in der ersten Generation basierte das tschechische Kompaktmodell auf der technischen Plattform des Golf IV, bei der zweiten Generation nahm man als Grundlage den Golf V. Auch die Macken sind ganz typisch.
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dpa/tmn MÜNCHEN. Der Erste und der Zweite sind im Grunde der Vierte und der Fünfte. Das mag etwas wirr klingen, entspricht aber beim Skoda Octavia einer simplen Tatsache.

Denn in der ersten Generation basierte das tschechische Kompaktmodell auf der technischen Plattform des Golf IV, bei der zweiten Generation nahm man als Grundlage den Golf V. Das führt auf der einen Seite dazu, dass Käufer eines Skoda Octavia auf die bewährten Qualitäten des Wolfsburger Erfolgsmodells vertrauen können. Auf der anderen Seite zeigt der Blick in die Pannenstatistik des ADAC in München, dass auch die möglichen Mängel teils den Macken eines Volkswagens entsprechen.

Grundsätzlich gelten beide Generationen des Octavia als zuverlässige Fahrzeuge - wie eben auch ein Volkswagen. Auffällig geworden sind unter anderem defekte Bremslichtschalter bis zum Jahrgang 2004. Im gleichen Zeitraum gab es kaputte Kühlmittelpumpen. Die weiteren möglichen Defekte betreffen vor allem Dieselfahrzeuge: Hier kam es 2004 und 2005 zu defekten Turboladern, bis zum Jahrgang 2004 gab es zudem defekte Generatoren und gelöste Motorkapselungen - hinzu kamen bis 2004 gerissene Antriebsriemen.

Die erste Generation des Skoda Octavia lief ab 1996 von den Bändern. Nach der Limousine folgte 1998 auch eine Kombiversion. Im Jahr 2000 erhielt der Octavia ein Facelift. Die Einführung der zweiten Generation erfolgte wieder zeitversetzt: Zuerst kam 2004 die Limousine, 2005 erschien der neue Kombi. Zum Jahresanfang 2009 gab es für das neue Modell ein Facelift. Ein echter Modellwechsel fand zwischen den Generationen jedoch nicht statt - der erste Octavia wird nämlich mit der Zusatzbezeichnung Tour als Limousine und auch Kombi weitergebaut.

Im Motorraum findet sich Bekanntes aus dem VW-Programm: Die Benziner leisten je nach Modell und Baujahr zwischen 55 kW/75 PS und 147 kW/200 PS. Diesel gibt es mit 66 kW/90 PS ebenso wie mit 125 kW/170 PS.

Ein Skoda Octavia 1.6 LX aus dem Jahr 1997 sollte laut Schwacke-Liste für 1 750 Euro zu bekommen sein. Ein Octavia 1.6 FSI Edition 100 der zweiten Generation von 2006 steht mit 14 000 Euro in der Liste. Ein Kombimodell Octavia Combi 2.0 TDI DPF Laurin & Klement mit Dieselmotor aus dem Jahr 2007 kostet rund 19 000 Euro.

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