Gebrauchtwagen-Check
Suzuki Alto: Der kleine Unbekannte

Wohl jeder Auto-Interessierte weiß, wie ein VW Golf aussieht. Auch bei der Nennung des Namens Peugeot 206 dürfte die Erinnerung kaum Probleme bereiten. Selbst ausgewiesene Autokenner dürften aber Probleme haben, sich an einen Suzuki Alto zu erinnern. Gerade für Gebrauchtwagenkäufer mit geringem Budget könnte der Alto aber eine Alternative darstellen.

dpa/tmn MÜNCHEN. Wohl jeder Auto-Interessierte weiß, wie ein VW Golf aussieht. Auch bei der Nennung des Namens Peugeot 206 dürfte die Erinnerung kaum Probleme bereiten. Selbst ausgewiesene Autokenner dürften aber Probleme haben, sich an einen Suzuki Alto zu erinnern.

Dieser Kleinwagen blieb trotz günstiger Preise ein Exot auf den Straßen in Deutschland. Die Verkaufszahlen erreichten kaum nennenswerte Größen. Gerade für Gebrauchtwagenkäufer mit geringem Budget könnte der Alto aber eine Alternative darstellen - jedenfalls wenn sie sich damit abfinden können, dass der kleine Suzuki in der ADAC-Pannenstatistik auch mit einigen Mängeln auftaucht.

Das Gros der registrieren Defekte und Pannenursachen betrifft laut dem Automobilclub aus München Fahrzeuge aus der zweiten Hälfte der 90er Jahre. So kann es bei älteren Alto-Modellen zu überhitzten Motoren und durchgebrannten Zylinderkopfdichtungen kommen. Für das Baujahr 1996 stehen gerissene Gaszüge. Bis 1998 gab es dann und wann Probleme mit der Wegfahrsperre und bis zum Jahr 2000 wurden auch defekte Zündanlagen und feuchte Zündkerzen festgestellt. Weitere mögliche Mängel sind defekte Anlasser, verschlissene Kupplungen, gerissene Kupplungsseile oder blockierte Feststellbremsen.

Auf dem Gebauchtmarkt vertreten sind vor allem Suzuki Alto ab der 1995 eingeführten Modellgeneration. Mitte 2002 gab es einen weiteren Modellwechsel. Im Jahr 2006 wurde die Baureihe dann eingestellt. Insgesamt gilt der Alto als ein Auto für Fahrer ohne große Ansprüche an Komfort und Ausstattung - er ist vielmehr ein Kleinwagen, der vor allem für kurze Strecken gedacht ist.

Auch die Leistungen der Motoren zeigen, dass ein Alto kein Auto für lange Autobahnreisen ist. Die Basis bildet ein 1,0-Liter-Aggregat mit zunächst 39 kW/53 PS und später 40 kW/54 PS. Als einzige Alternative steht ein Motor mit 1,1 Liter Hubraum und 46 kW/63 PS zur Verfügung.

Einen gebrauchten Alto mit der Basismotorisierung aus dem Jahr 1996 gibt es laut Schwacke-Liste bereits für 1 600 Euro. Ein Alto 1.1 GL aus dem Jahr 2002 sollte für 3 200 Euro zu bekommen sein, etwa 5 000 Euro werden für einen Alto 1.1 Comfort des Jahrgangs 2005 verlangt.

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