Gebrauchtwagencheck
Reine Formsache: Der New Beetle von VW

Der New Beetle wird in erster Linie gekauft, weil die Form gefällt. Technisch verbirgt sich unter dem runden Blech die Technik des Golf. Gebrauchtkäufer müssen daher auch mit ähnlichen Mängeln wie bei dem kompakten Bestseller rechnen.
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dpa/tmn MüNCHEN. Das Prinzip einer Form, die der Funktion zu folgen hat - dieses Thema stand bei der Entwicklung des New Beetle von Volkswagen garantiert nicht im Vordergrund. Vielmehr war es genau umgekehrt: Um das Design im Stil des weltberühmten Käfers umsetzen zu können, mussten Dinge wie Funktionalität und Raumökonomie zurückgestellt werden.

Und so ist der New Beetle auch heute noch in erster Linie ein Auto, das gekauft wird, weil die Form gefällt. Weil sich aber unter dem runden Blech die Technik des Golf verbirgt, müssen Gebrauchtkäufer laut der ADAC-Pannenstatistik auch mit ähnlichen Mängeln wie bei dem kompakten Bestseller rechnen.

Grundsätzlich gilt nach Angeben des Automobilclubs, dass vor allem die jüngeren Baujahre recht zuverlässig sind. Bei ältere Modellen können je nach Baujahr unterschiedliche Mängel auftreten. So gab es bei den Autos bis zum Jahr 2001 defekte Kraftstoffpumpen. Defekte Wegfahrsperren stehen für Fahrzeuge bis Baujahr 2002. Außerdem wurden bis 2000 Schäden an den elektrischen Fensterhebern festgestellt. Ebenfalls bekanntgeworden sind Probleme mit defekten Tankdeckeln, defekten Glühbirnen, versagenden Hupen und wackelnden Sitzen. Rückrufe gab es wegen des ABS-Steuergeräts (2001) sowie wegen der Nockenwellenverschraubung bei Pumpe-Düse-Motoren (Modelljahr 2002).

Auf dem Markt erschien der New Beetle im Herbst 1998. In den Jahren danach wurde vor allem das Motorenangebot erweitert. 2003 erschien dann mit dem Cabriolet auch eine offene Version. Im Jahr 2005 bekam die Baureihe eine Modellpflege.

Im Gegensatz zum Ur-Käfer sind die Motoren im Beetle vorn untergebracht - und sie entsprechen dem, was auch im Golf zum Einsatz kommt. Je nach Baujahr stehen Benziner mit 55 kW/75 PS bis 125 kW/170 PS zur Verfügung. Eine echte Rarität ist das Modell 3.2 RSI mit einem 165 kW/225 PS starken Sechszylinder. Die Dieselmotoren leisten zwischen 66 kW/90 PS und 77 kW/105 PS.

Ein New Beetle Diesel 1.9 TDI aus dem Jahr 1998 ist heute laut Schwacke-Liste für rund 3 400 Euro zu bekommen. Für einen Benziner New Beetle 2.0 aus dem Jahr 2005 werden etwa 8 800 Euro verlangt. Ein New Beetle Cabriolet 1.8 United von Jahr 2008 steht mit 18 900 Euro in der Liste.

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