Gemeinsame Aktion von ADAC und Hilfsorganisationen
Autofahrer sollen „fit in Erster Hilfe“ werden

Der ADAC und Hilfsorganisationen wollen Autofahrer mit einer bundesweiten Aktion „fit in Erster Hilfe“ machen.

ap MÜNCHEN. „Die meisten Autofahrer fühlen sich nicht in der Lage, bei einem Unfall Erste Hilfe zu leisten. Unsicherheit und die Angst, etwas falsch zu machen, sind oft der Grund“, erklärte der Autoclub am Montag in München. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher unterstützt die Aktion: „Ich appelliere an alle Autofahrer, sich an diesen Auffrischungskursen zu beteiligen. Wer an einem Unfallort umsichtig und sicher handelt, kann Leben retten.“

Die Kurse, die offen für alle Interessierten sind, werden von Mai bis Oktober angeboten. In nur 90 Minuten werde den Teilnehmern vermittelt, wie man sich nach einem Unfall vorbildlich verhält, teilte der ADAC mit. „Das beginnt beim richtigen Absichern der Unfallstelle, Retten aus der Gefahrenzone und dem Absetzen des Notrufs. Erst dann sollte man sich um den oder die Verletzten kümmern und sie versorgen, bis professionelle Hilfe eintrifft.“ In einem weiteren 90-Minuten-Kurs können Teilnehmer die Herz-Lungen-Wiederbelebung lernen.

ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker sagte: „Es darf nicht sein, dass Menschen aus Unsicherheit oder Unkenntnis heraus keine Erste Hilfe leisten.“ Der Kurs kostet 10 Euro für Mitglieder, für alle anderen 12 Euro. Angeboten werden die Kurse vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und DRK, von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), der Johanniter-Unfallhilfe und dem Malteser Hilfsdienst.

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