Glanzstück ist der Turbomotor: Mini Cooper S: Kleines Muskelpaket

Glanzstück ist der Turbomotor
Mini Cooper S: Kleines Muskelpaket

Auch die neue Generation des Mini verbeugt sich vor der langen Familiengeschichte – zum Glück. Der Mini Cooper S fährt sich wie ein frontgetriebenes Gokart.

Der Mini ist ein Phänomen: 41 Jahre lang – von 1959 bis 2000 – ist er mehr als fünf Millionen Mal beinahe unverändert gebaut worden, bis BMW den Mut hatte, die Legende neu aufzulegen. Seit BMW die britische Kleinwagenikone aus der Konkursmasse von Rover übernahm, haben die Münchner in fünf Jahren rund 900.000 Autos des Typs verkauft.

Der Mini ist der glänzende Rest, der vom Rover-Abenteuer der Münchner geblieben ist.

Beim ersten Blick fällt kaum auf, dass die zweite Auflage des Mini in BMW-Obhut komplett überarbeitet wurde. Sechs Zentimeter mehr Außenlänge, eine um sechs Zentimeter höhere Motorhaube, ein größerer Kühlergrill, leicht höhere Scheinwerfer, dazu etwas bulligere Front- und Heckschürze – man muss schon ein Mini-Fan sein, um die Unterschiede zum Vorgängermodell zu erkennen.

Die Designer sind bei der Weiterentwicklung des Modells sehr behutsam vorgegangen. Eng ist es dennoch: Mit zwei Erwachsenen ist der Mini eigentlich schon vollbesetzt. Die Rücksitzbank reicht allenfalls für Kleinkinder. Und auch der Kofferraum ist knapp geschnitten: Eine Reisetasche füllt ihn komplett aus.

Glanzstück des neuen Mini ist der Turbomotor, den BMW zusammen mit der französischen PSA (Peugeot, Citroën) entwickelt hat. Nach dem Druck auf den Startknopf erwacht er knurrend zum Leben und folgt dann prompt jedem Befehl. In allen Drehzahlbereichen ist ordentlich Schub vorhanden, bei 2000 Umdrehungen ebenso wie bei 6000 Umdrehungen in der Minute. Bei Vollgas steigt das maximale Drehmoment durch kurzzeitige Ladedruckerhöhung nochmals um 20 Newtonmeter an, was Überholmanöver auf kurvenreichen Landstraßen spürbar verkürzt.

Fahrspaß hat seinen Preis

Das Fahrwerk ist exzellent abgestimmt: Der Mini fährt sich wie ein frontgetriebener Gokart. Trotz der sportlichen Kennlinie bleibt ein ordentliches Maß an Komfort erhalten. Die 50 Liter Tankinhalt dürften bei moderater Fahrweise für eine Strecke von über 650 Kilometern reichen. Wer den 1200 Kilogramm schweren Kleinwagen stärker fordert, muss schon früher einen Tankstopp einlegen. Im Test lag der Durchschnittsverbrauch bei zehn Litern Superplus.

Seinen Premium-Anspruch unterstreicht der Mini wie bisher mit einer selbstbewussten Preisgestaltung: 17.350 Euro kostet der Cooper, für den „S“ stehen 21.050 Euro in der Preisliste.

Doch die Optionsliste beim Mini ist schier endlos: Weiße Blinklichter für 50 Euro, Rallyestreifen auf der Motorhaube für 80 Euro, Chromleisten für 120 und Dekorleisten in schwarzem Pianolack für 150 Euro, dazu größere Beträge für Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad, CD-Radio und Xenonlicht. Gut ausgestattet summiert sich der Cooper S leicht auf einen Gesamtpreis von fast 30.000 Euro. Dafür bekommt man auch einen vollwertigen Familienwagen, etwa einen VW Golf oder 3er BMW.

Doch der Preis hat die Fans des Mini noch nie abgehalten. Es war schon immer relativ teuer, einen Kleinwagen mit Luxusausstattung zum Preis einer Mittelklasse- Limousine zu fahren.

Daten

Motor: Vierzylinder-Reihenmotor mit Turboaufladung, Hubraum: 1 598 ccm, Leistung 175 PS

Fahrleistung: 0 - 100 km/h: 7,4 Sek., Spitze: 225 km/h

Verbrauch: ECE-Norm: 6,9 Liter Super, im Test: 10 Liter

Preis: ab 21 050 Euro

Quelle: BusinessNews

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