BMW 640d Gran Coupé im Autotest: Der elegante Kurvenräuber

BMW 640d Gran Coupé im Autotest
Der elegante Kurvenräuber

Sehr viel Luxus für sehr viel Geld. Kaum jemand braucht dieses viertürige Coupé wirklich, das so unübersichtlich ist. Aber wenn man es sieht, will man es unbedingt haben. Und es kann so viel mehr als nur repräsentieren.

DüsseldorfElf Zentimeter klingen nicht nach viel. Sie können aber große Auswirkungen haben. Elf Zentimeter Neuschnee können ganz Nordrhein-Westfalen ins Chaos stürzen. Elf Zentimeter vor der Torlinie, und Deutschland hätte damals England geschlagen. Elf Zentimeter machen aus einem BMW 6er Coupé das Gran Coupé.

Mit zwei zusätzlichen Türen und mehr Platz im Fond wird aus einem eleganten Zweisitzer, in dem auf kurzen Strecken auch vier Personen mitfahren können, eine vollwertige Limousine. Jedoch nicht optisch: Der gestreckte 6er wirkt noch ein Stück eleganter, aber auf gar keinen Fall wie eine wuchtige Limousine. BMW-typische Wölbungen und Sicken kaschieren seine Länge von fünf Metern sehr geschickt. Bei diesem Anblick verfliegen Gedanken über den Sinn und Zweck so riesiger Autos in der Innenstadt. Man steht da und genießt. Und man will es haben.

Während im 6er Coupé eher Hand- und Aktentaschen auf den Rücksitzen Platz nehmen dürfen, bietet das Gran Coupé auch zwei Erwachsenen im Fond bequeme Sitze. Die gut ausgeformten Ledersessel schmiegen sich an den Rücken an, an den Knien genießen die Mitfahrer die großzügigen Platzverhältnisse. Der Langstrecke steht nichts im Wege - was nicht für Sitzriesen gilt, die werden sich immer wieder am Kopf stoßen. Da ist auch das Gran Coupé eher Coupé denn Limousine.

Der Vollständigkeit halber erwähnt sei an dieser Stelle auch der fünfte Sitzplatz in der Mitte. Wegen der extrem ausladenden Mittelkonsole sollte dieser aber niemandem zugemutet werden. Eine Lösung à la Mercedes CLS oder Porsche Panamera mit einer durchgängigen Mittelkonsole und zwei separaten Einzelsitzen wäre da die bessere Variante.

Der Kofferraum gleicht wieder dem einer Limousine: Mit 460 Litern bietet er genügend Platz für das Reisegepäck. Nur allzu groß sollten die Koffer nicht sein, denn die Ladeluke bei dem Stufenheck-Konzept ist relativ niedrig. Damit wird es schwierig, lange Gegenstände einzuladen. Geradezu nutzwertig wird das Ladeabteil, wenn die Lehnen der Rücksitze umgelegt werden.

Dann wird zwar auch das Gran Coupé wieder zum Zweisitzer, kann aber bis zu 1.245 Liter transportieren. Mit der langen Ladefläche kann die Münchner Schickeria auch die Ski-Ausrüstung mitnehmen. Aber wer macht das schon mit einem Luxusauto, das mit Sonderausstattung mal eben 120.000 Euro kostet?

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