Chevrolet Trax: Mein Partner mit der großen Schnauze

Chevrolet Trax
Mein Partner mit der großen Schnauze

Der Mokka, Opels Mini-SUV, muss sich einem neuen Konkurrenten stellen. Ausgerechnet aus dem eigenen Konzern kommt er. Kann der Trax von Chevrolet tatsächlich mit dem Bestseller aus Rüsselsheim mithalten?

DüsseldorfViele Superhelden haben ihn, den bösen Zwilling. Superman hat Bizarro, Spiderman hat Venom und der Opel Mokka, Held aktueller Zulassungsstatistiken, hat nun den Chevrolet Trax. Seit Anfang des Jahres ist das kompakte SUV im gleichen, bei den Käufern sehr beliebten Fahrzeugsegment wie der Mokka unterwegs. Fast könnte man meinen GM stünde für "Gemeine Mutter", nicht für General Motors. Denn das Tückische am "bösen Zwilling" aus Amerika: er ist in der Basisvariante mit einem Einstiegspreis von 16.990 Euro rund 2.000 Euro günstiger als der Opel.

Öffentlich wird General Motors zwar nicht müde zu betonen, dass Trax und Mokka sich keine Konkurrenz machen. Der Trax solle eher preisbewusste Kunden ansprechen, der Mokka mehr qualitätsbewusste, heißt es auf Anfrage. Eine interessante Theorie, denn technisch sind die beiden weitgehend baugleich.

Bagde engineering lautet der entsprechende Fachbegriff dafür, der etwas abfällig bezeichnet, wenn vermeintliche Ingenieurleistung sich auf das Anbringen eines neuen Markenlogos beschränkt. Die Absicht dahinter ist klar: Wird ein gleiches oder ähnliches Produkt unter verschiedenen Markennamen angeboten, so können die Einzelmarken mit geringem Kostenaufwand ihre Produktpalette ausweiten.

Damit das nicht direkt auffällt hat Chevrolet noch mal Hand angelegt, um wenigstens optisch einen Unterschied sichtbar zu machen. Im Gegensatz zum Mokka hat der Trax einen wuchtigen Kühlergrill, die Scheinwerfer wurden etwas eckiger gestaltet und für die Motorhaube wurde auf feine Linien wie beim Mokka verzichtet. Das durchaus erstaunliche Ergebnis: Nur von vorne betrachtet könnte man den kleinen Trax fast mit einem typischen großen Chevy verwechseln.

Unter der wuchtigen Schnauze ist der Trax vom Mokka nicht zu unterscheiden. Die Motorisierung gleicht dem Konzernzwilling, neben dem getesteten 1,6-Liter-Benziner mit 85 kW (115 PS), kann auch der neue 1,4-Liter-Turbo mit 103 kW (140 PS) bestellt werden. Die einzig verfügbare Diesel-Variante ist ein 1,7-Liter-Motor mit 96 kW (130 PS). Der Verbrauch im Test hält sich bei dem Fronttriebler mit 6,2 Litern auf 100 Kilometern in Grenzen.

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Superheld mit Achillesferse

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