Citroen DS5 Hybrid4 im Test: Fahren wie Hollande in Frankreich

Citroen DS5 Hybrid4 im TestFahren wie Hollande in Frankreich

Wenn ein echt futuristischer Raumkreuzer in der Mittelklasse landet, dann kann er nur von Citroen kommen. So wie der neue DS5 Hybrid4, den auch François Hollande fährt. Kein Wunder, bei so viel präsidialem Sitzkomfort.
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Typisch Deutsch. Citroen-Modelle kannte ich bisher nur vier Stück, die DS, natürlich die Göttliche, mittlerweile das Auto des Mentalisten. Dann, aus den 70ern, den seltenen sportlichen SM mit Maserati-Motor, ebenso elegant wie teuer und anfällig. Dritter im Bunde ist der AMI, wie Belmondo und Gainsbourg so hässlich, dass er attraktiv wirkt. Und natürlich die Ente, der 2 CV, eine rollende Weltanschauung.

Und nun also der DS5 Hybrid4. Der Citroen des neuen französischen Präsidenten. Mit ihm ist Monsieur Hollande im strömenden Regen den Champs Elyssée entlang gerollt, tapfer winkend, nass bis auf die Knochen.

Kann diese moderne Staatskarosse das große Citroen-Vermächtnis in die Zukunft transportieren? Immerhin war der namensgebende DS, als er 1955 vorgestellt wurde, eine echte Design-Revolution mit avantgardistischen Formen und wegweisender Technik, wie der unvergleichlich komfortablen Hydropneumatik-Federung und mitlenkendem Kurvenlicht.

So französisch wie Froschschenkel und de Funes

Schon bei der ersten Betrachtung von außen ein gutes Gefühl: Ja, das ist französische Avantgarde. Komplett eigenständiges Design, Zukunftsglaube trifft auf fortschrittliche Diesel-Hybrid-Technik, das ganze ist so selbstbewusst elegant verpackt, das bauen nur die Franzosen.

Der DS5 ist eine sehr eigenwillige Mischung aus Kombi und Coupé, mit auffällig großer Kühlerschnauze, hohen Seitenwangen, sichelförmigen Leuchten, flacher, abgedunkelter Fensterlinie und schrägem, verspoilertem Heck. Eine Chromspange reicht beidseits der Motorhaube vom Kühler bis zur Scheibe. Sie ist für nichts gut, - und wunderschön. Bestimmt kein Auto für Jedermann, aber ein echter Hingucker, der polarisiert.

HUD wie im Kampfjet

Innen setzt sich der Eindruck fort, auch hier diese schicke Mischung aus ganz individuellen Designelementen und dem elegant umgesetzten Wunsch, sich unbedingt aus der Masse abzuheben. Man ahnt schon gleich, dass man Probleme haben wird, mit all den Knöpfen und Tasten, aber sie sehen verdammt gut aus.

Im Handschuhfach lauert ein abschreckende 372 Seiten langes Handbuch. Kurz nachgedacht: Würde ein selbstbewusster Gallier das nun wirklich lesen? Das Buch bleibt im Fach.

Die ersten Fahreindrücke sind so futuristisch, wie der DS5 von außen wirkt. Beim Druck auf den Startknopf fährt ein supermodernes HUD (Head-Up-Display) aus, die wichtigsten Informationen werden halbtransparent und nur für den Fahrer sichtbar in Höhe der Windschutzscheibe angezeigt. Das ganze Auto schweigt, und rollt zunächst mit der Kraft des hinten sitzenden Elektromotors aus der Parklücke, absolut lautlos.

 

Der Dieselmotor vorn schaltet sich ein wenig später zu, wenn seine Kraft gebraucht wird, also etwa beim zügigen Ampelstart. Der ist aber meist eine mittlere Enttäuschung, weil der DS5 einfach kein sportliches Auto ist. Er sieht ein bisschen aus wie ein Raumschiff, und ein Raum-Kreuzer ist er auch: Mit viel Platz und Übersicht, aber mit einem Diesel, dessen Drehmoment nicht wirklich zieht, und dessen Getriebeabstufungen das reinste Waterloo sind. Mehr dazu im Kasten „Fahr-Erfahrungen“ auf der nächsten Seite.

Kommentare zu " Citroen DS5 Hybrid4 im Test: Fahren wie Hollande in Frankreich"

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  • Ich fahre den DS5 nun seit Ende März 2012 und habe bis jetzt 9000 km ohne irgendwelche Probleme zurückgelegt.
    Der Diesel mit 163 PS und Schaltgetriebe ist völlig ausreichend. Die Anfahrschwäche im 1. Gang ist größer als bei vergleichbaren Modellen (BWM 318d oder Audi A4 2,0 TDI). Das Auto macht einfach Spaß und man sieht es nicht x-mal am Tag wie vergleichbare deutsche Premiummodelle.

  • Citroen ist eine Marke mit einem enormen Charisma .
    Citroen = Auto = Mensch = Lieb .

  • da soll der neue Konig mal aufpassen was passiert, wenn die Kalesche mit präsidialer Sicherheit ausgestattet ist und 1 Tönnchen mehr wiegt: Da brauchzt's 'nen extra Gaul um an der Kreuzung überhaupt los zu kommen

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