Handelsblatt-Autotest: Mein kleiner Froschkönig der Straße

Handelsblatt-Autotest
Mein kleiner Froschkönig der Straße

Minis findet die Handelsblatt-Testfahrerin ja generell zum Küssen. Aber beim Cooper S Coupe will der Funke einfach nicht überspringen. Nicht nur wegen seiner komischen „Kopfbedeckung“ wird er kein Märchenprinz.
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DüsseldorfEin Geständnis vorweg: Ich bin absoluter Mini-Fan. Meinen kleinen Flitzer, einen Mini Cooper S – Baujahr 2006 – liebe ich heiß und innig. Auch von seinem Vorgänger konnte ich mich nur schwer trennen. Eigentlich gibt es auf Deutschlands Straßen keine echte Alternative für mich.

Umso größer ist die Freude auf mein Testauto: ein Mini Cooper S der neuesten Generation, noch dazu das Coupé. Ich bin sehr gespannt – und dann erst einmal ein bisschen enttäuscht. Wirklich schön finde ich die Karosserie nicht. Von vorne ist er chic, aber von hinten und von der Seite nicht so sehr.

Es mag Menschen geben, die das Basecap-Dach des Zweisitzers putzig oder sogar sehr schön finden. Zu ihnen zähle ich nicht. Mir sind die Formen zu rund, erinnern mich mehr an den New Beetle – nur wie mit der Faust drauf geschlagen – als an einem Mini.

Rein optisch springt der Funke nicht über. Aber über Geschmack lässt sich eben nicht streiten und Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Ein klassisches Coupé stelle ich mir anders vor, irgendwie schnittiger. Optisch fällt der kleine Flitzer bei mir durch.

Es zählt aber zum Glück nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere. Und  kaum ist die Autotür geöffnet, bin ich auch schon fast versöhnt. Was für ein Cockpit! Wirklich klasse. Neu ist mir das zwar nicht, denn ich bin die neueren Modelle bereits (bei-)gefahren, aber trotzdem: Da hat sich einiges getan – mein Mini ist immerhin schon fast sieben Jahre alt.

Ich mag den mittig angeordneten, riesigen Tacho, in dem sich der Bordcomputer verbirgt. Natürlich lässt sich die Geschwindigkeit nicht wirklich gut ablesen, aber es gibt ja noch die digitale Anzeige direkt vor meiner Nase im Drehzahlmesser. Überall im Cockpit glitzert es. Die Innenraumbeleuchtung funkelt mich fast schon Pink an.

Meinem Kollegen Sebastian Schaal, der den kleinen Flitzer für eine längere Fahrt übernimmt, entfährt es später doch glatt: „Damit kann ich mich als Mann nicht sehen lassen!“ Es dauert dann eine Weile, bis er den Schalter findet, um die Farbe einzustellen. Aber die Suche lohnt sich: „Ein maskulines Blau oder ein BMW-typisches Orange steht dem Mini aus meiner Sicht besser“, sagt er sichtlich zufrieden mit seinem Werk. Ob man dieses Feature aber wirklich braucht?

Immer wieder für Gesprächsstoff mit meinem Beifahrern sorgt auch bei diesem Auto eine „Eigenart“, die jeder Mini hat: Die Fensteröffner sind beim Mini eben nicht in den Türen, sondern sitzen unter dem großen Tacho. Ich kenne es nicht anders, also kein Problem. Meine Beifahrer finden sie in der Regel auch recht schnell.

Kommentare zu " Handelsblatt-Autotest: Mein kleiner Froschkönig der Straße"

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  • Wenigstens traut sich MINI was und arbeitet die Erfolgsstory des Ur-MINI ab. Dieser atomisierte sich auch in zig Sonderlinien.

    Nicht jeder kann den Bedürfnissen aller entsprechen; das muss auch nicht sein.

    Dieser MINI folgt eine Coupétrend in Reinkultur. Auf der Strecke bleibt -wie bei vielen Coupés- die Übersichtlichkeit. Kleine Scheiben bewirken halt kleine Rausblicke und eine schlechte Rundumsicht.

    Leider verhält es sich häufig etwas "schizo" mit dem Geschmack. Nach außen soll es sportlich & chick .... also auch mit kleinen Scheiben aussehen. Wird im Auto gesessen soll es gigantisch groß mit bester Rundumsicht ... also mit großen Scheiben wahrgenommen werden. Leider sind das 2 egensätzliche Strömungen.

    Der Mensch denkt halt so.

    Mal setzt sich das eine im Kauf durch und mal das andere. Der Erfolg des Miniatur-SUV ist da greifbarer; er bleibt innen & außen gleichermaßen gut wahrgenommen.

    Den hat MINI schon ... und der heißt COUNTRYMAN.

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