Handelsblatt Autotest Opel Mokka
Der liebenswerte Softie

„Was hat der, was ich nicht hab?“, fragt sich die Konkurrenz, der der Mokka in der Zulassungsstatistik davonzieht. Antwort: Er ist pfiffig gestylt und hat einen hohen Wellness-Faktor, der manche Schwäche ausbügelt.
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DüsseldorfEs gibt Freunde, mit denen Frau sich schmückt, mit denen sie vor ihren Freundinnen angeben kann. Das sind die Coolen, die Muskulösen, die Machos, die Draufgänger. Mit denen sie sich streitet und wieder verträgt, mit denen sie die Nacht durchzecht und durchtanzt, am nächsten Tag mit schwerem Kater aufwacht und sich fragt, warum sie sich das antut. Aber mit dem sie sich dann doch wieder mit Leidenschaft ins nächste Abenteuer stürzt.

Und es gibt Freunde, die sind einfach nur liebenswert. Die stemmen zwar keine Gewichte und haben einen leichten Bauchansatz. Die sind eher zurückhaltend aber charmant, zwar nicht wirklich aufregend, aber immer zuverlässig. Der perfekte Begleiter, mit dem sie lieber ein Tässchen Kaffee trinkt als einen Schnaps  - und der ihr immer ein gutes Gefühl gibt.

Zur zweiten Sorte gehört der Mokka von Opel – weswegen er seinen Namen völlig zu recht trägt und was schon einen Teil seines überwältigenden Erfolgs auf dem Markt erklärt.

Im Segment der domestizierten Geländewagen, neudeutsch SUV abgekürzt, läuft kein Auto zurzeit besser in Deutschland: 19.665 Exemplare verkaufte Opel im ersten Dreivierteljahr 2014. „Was hat der, was ich nicht hab?“, muss sich da sogar ein BMW X1 fragen, den er auf den zweiten Platz verweist.

Dabei trägt der Mokka die Gattungsbezeichnung SUV, was ja so viel wie sportlicher Geländewagen bedeutet, eigentlich gar nicht zu Recht. Denn er ist weder wirklich sportlich, noch ist er ein echter Geländewagen. Aber dazu später mehr.

Es ist überraschend hochwertig, was die Entwickler von Opel auf der gemeinsamen Basis mit dem Trax von der Konzernschwester Chevrolet gezaubert haben. Schon das Design des Blechkleids hebt ihn wohltuend vom billigeren Bruder ab. Kann man einen Wagen mit einer Höhe von immerhin 1,66 Meter bei einer Länge von nur 4,28 Meter wirklich attraktiv stylen?

Man kann. Die aufsteigende Schulterlinie, die weit nach hinten gezogenen Scheinwerfer, die markante Chromspange mit Blitzlogo am Kühler – langweilig ist das nicht.

Kommentare zu " Handelsblatt Autotest Opel Mokka: Der liebenswerte Softie"

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  • Mehr als 8 Liter im Alltagsgebrauch für einen Kompaktwagen für Senioren und Versehrte? Das ist ja der Stand von vor 30 Jahren! So ein Verschwender kommt mir nicht auf den Hof!

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