Im Test: Hyundai Genesis
Das Sportgerät

Kraft, Koordination, Ausdauer. Das können Sie von einer guten Fitness-Stunde erwarten. Wenn Sie diese Fertigkeiten trainieren wollen, können Sie auch einfach eine Runde im Hyundai Genesis drehen.
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Ob Schwimmen, Walken, Fahrradfahren oder Joggen: Wer sich bewegt, bleibt fit. Doch nicht jeder steht auf eine der klassischen Ausdauer-Sportarten oder das dumpfe Gewichte-Stemmen in der Mucki-Bude. Wer jetzt schon abwinkt und sich in seinem Bürostuhl gähnend zurücklehnt, dem kann geholfen werden: mit dem Hyundai Genesis 3.8 V6.

Doch bevor es hinters Steuer geht, beginnt unsere kleine Trainingseinheit wie jede gute Sportstunde mit ein paar lockeren Runden zum Aufwärmen. Doch eines vorweg: Egal wie oft sie den Hyundai Genesis umrunden, weniger auffällig wird sein Äußeres davon auch nicht. Das weit aufgerissene Kühler-Maul an der Front, die knackig ausgestellten Radkästen, der nicht gerade dezent aufgesetzte Heckspoiler. Nicht nur mit seinen 19-Zoll-Alufelgen macht der Genesis klar, dass er ein reinrassiges Sportgerät sein will. Das kann ja heiter werden.

Nicht nur mir wird nach ein paar Runden etwas wärmer, sondern auch dem Motor, wenn er ordentlich getreten wird. Die Lösung von Rennsport-Ingenieuren: Schlitze in der Motorhaube, durch die die heiße Luft entweichen kann. Sieht cool und vor allem sportlich aus, dachte man sich bei Hyundai. Doch wirklich nötig hat es der Genesis offenbar nicht: Was da auf der Motorhaube nach einem Luftauslass aussieht, ist nur eine schwarze Plastik-Blende. Heiße Luft kann durch das angedeutete Gitter sicher nicht entweichen. Also bitte, wenn, dann schon richtig.

Nach dem Aufwärmen folgt die erste Dehnübung: Langsames Einsteigen auf die Rücksitze. Was diese Übung zur Herausforderung macht sind die Vordersitze. Von dem im Prospekt versprochenen „Easy Entry“ kann keine Rede sein. Der Fahrersitz kann nur elektrisch vor- und zurückgefahren werden – ohne Memory-Funktion. Der Fahrer wird sich also bedanken, wenn bei jedem Ein- und Aussteigen sein Sitz verstellt werden muss. Die Alternative: Den Sitz nicht verstellen und sich durch die schmale Öffnung zwängen. Das ist eine wahre Dehnübung, glauben Sie mir es – oder versuchen Sie es selbst.

Eine kleine Verschnaufpause auf dem Rücksitz sie Ihnen gegönnt. Doch erwarten Sie nicht zu viel, Ausstrecken ist aus Platzgründen nicht drin. Ein beengtes Gefühl kommt im Gegensatz zu vielen anderen Sportcoupés nicht auf, denn die überraschend großen Seitenfenster lassen viel Licht einfallen. Das war auch schon von Außen zu vermuten, denn die ansteigende Seitenlinie wird von einem kecken Knick unterbrochen – was das Seitenfenster um ein paar Zentimeter größer macht. Bevor es jetzt aber zu bequem wird, machen wir die selbe Übung rückwärts. Dieses Mal wird aber auch die Armmuskulatur gestärkt, weil Sie sich mit einem geschickten Griff an den Türrahmen und etwas Kraft aus dem Auto ziehen können.

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