Land Rover Discovery Sport im Handelsblatt-Test
Kommst Du mit in den Großraum-Disco?

Land Rover mottet seinen Freelander ein und fährt stattdessen den Discovery Sport vor. Der neue „Disco“ lässt Parkhäuser schrumpfen und lädt zur Entdeckungsreise ein. Mit bis zu sieben Personen und in aller Ruhe.
  • 0

DüsseldorfDer weiße Riese ist einfach riesig, lehrte uns einst die Werbung. Manchmal findet sich so ein Riese aber nicht im Waschzuber, sondern auf der Straße. In unserem Fall hört er auf den Namen Land Rover Discovery Sport, kurz „Disco“. Und dieser weiße Riese ist auch ein bisschen schwarz und tatsächlich sehr groß, stellen wir fest. Parkhäuser der Welt seht euch vor, der breite Brite rollt an.

Er rollt bereits seit 1989, der Discovery. Er war lange Zeit das Einstiegsmodell im Haus Landrover, zwischen dem rustikalen Maultier Defender und dem luxuriösen Range Rover postiert. Mit wechselnden Eigentümern wechselte auch die Modelpalette. Im SUV-Mutterkonzern wurde der 1998 Freelander zum kleinere, erschwinglicheren Einstiegsmodell. Aus jenem Freelander ist nun der Discovery Sport geworden.

Verwirrend? Finden wir auch. Zumal Discovery und Discovery Sport mit Verschwinden des Defender zum Jahresende erst einmal die einzigen Land Rover-Marken sein werden. Verwirrend auch, dass der Discovery Sport optisch kaum etwas mit dem Discovery gemeinsam hat.

Stattdessen rückt er in der Außenansicht nah an die Range-Rover-Serien Sport und Evoque heran. Nach etwas innerer Einkehr über die Modellpolitik steht für die Tester auf jeden Fall fest – er sieht gut aus, der Discovery Sport. Einladung zur Entdeckungsreise.

Auch wenn er einen größeren Eindruck macht als die Freelander, die Maße sind fast gleich. Und so spannt sich die markante Linienführung von der Schnauze an über 1,9 Metern Breite und über 4,5 Metern Länge. Mit den Notsitzen im Laderaum passen bis zu sieben Personen in den wie immer voll geländetauglichen SUV. Im Normalfall reicht es locker für vier Insassen nebst Gepäck. Im Zweifel auch beim Offroad-Adventure durch die georgische Steppe. Während der Testfahrten verschlug es den Landy aber nicht in die Wildnis. Das Höchstmaß an Abenteuer bot ein Tagesausflug nach Maastricht. Und da soll er ja auch hin, der Discovery Sport. Nicht nach Maastricht, aber in den Alltag.

Und das führt uns zurück ins Parkhaus. Verwinkelte und verbaute Stellplatzspender in deutschen Innenstädten zeigen schnell – aber wenig überraschend –, dass das Viermetersechzig-SUV nicht so übersichtlich ist wie ein Smart. Wie zwei Smart vielleicht. Aber auch das nur dank der eingebauten elektronischen Helfer, namentlich Abstandssensoren und einer Rückfahrkamera.

Dass beides wirklich nötig ist, fällt erst dann wirklich auf, wenn der Blick durch die großzügig bemessenen Seitenspiegel oder den Innenspiegel geht. Eine vernünftige Rundumsicht ist in der Ferne möglich; die ersten drei Meter direkt hinter dem Fahrzeug sieht aber allein die Kamera zuverlässig ein. Wirklich, dicht auffahrende Zeitgenossen verschwinden im Bermuda-Dreieck, sprich Heck. Das Unternehmen nennt es Kompakt-SUV. Wir nennen es trotzdem einigermaßen groß.

Kommentare zu " Land Rover Discovery Sport im Handelsblatt-Test: Kommst Du mit in den Großraum-Disco?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%