Lexus CT 200h im Test
Kompakt-Herausforderer zwischen den Welten

Optisch will der Lexus CT 200h F-Sport den GTI jagen. Er soll aber auch sparsam wie ein Prius und gleichzeitig luxuriös wie ein Audi sein. Handelsblatt Online klärt, wie der Hybride die Herausforderungen meistert.
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DüsseldorfLexus, der Nobel-Ableger von Toyota, ist auf dem japanischen Heimatmarkt und in den USA längst etabliert. In Europa haben die Luxus-Japaner zwar mit ihren großen Hybrid-Limousinen und SUVs Schlagzeilen gemacht, in der deutschen Zulassungsstatistik fristet Lexus aber ein Schattendasein. Zu groß scheint die Übermacht von Audi, Mercedes und BMW im Premium-Segment. Das sollte sich 2010 ändern, als Lexus mit dem CT 200h ein Modell in der volumenstarken Kompaktklasse vorstellte. Doch auch hier blieb der Erfolg - in Zulassungen gemessen - vorerst aus. Gerade einmal 1.800 CT fanden bis Anfang 2012 in Deutschland Käufer.

Mit der Ausstattungslinie F-Sport haben die Japaner jetzt nachgelegt. Und damit sieht der mit bewährter Prius-Technik motorisierte Kompakt-Lexus gar nicht mehr nach einem biederen Sparmobil aus. Metallic-graue 17-Zoll-Felgen, ein größerer Frontspoiler und ein angedeuteter Diffusor am Heck vermitteln den Eindruck, der CT 200h blase zum Angriff auf Golf GTI, Astra OPC und Ford Focus ST.

Doch ganz so rasant wie es die sportliche Optik verspricht, geht es dann auf der Straße doch nicht zu. Dafür ist aber weniger das Fahrwerk als der Antrieb verantwortlich. Der CT 200h liegt gut in den Kurven, das satt in der Hand liegende Lenkrad vermittelt ein sportliches Fahrgefühl.

Doch sobald es geradeaus geht, ist es mit der Fahrdynamik vorbei. Die Kombination aus dem 99 PS starken Benziner, dem 82-PS-Elektromotor und dem stufenlosen Automatikgetriebe ist auf Sprit sparen getrimmt, nicht auf Kurvenhatz.

Nimmt man es mit dem CT auf der Landstraße oder der Autobahn zu sportlich, jagt der Benziner die Drehzahl auf über 5.000 Umdrehungen - und hält das Niveau konstant. Die Geschwindigkeit wird dann nur in dem stufenlosen Getriebe geregelt. Das ist soweit nicht schlimm, wenn nur das angestrengt klingende Motorheulen nicht wäre.

Daran ändert auch der Sport-Modus nichts, in dem die Abstimmung auf maximale Leistung statt maximale Sparsamkeit ausgelegt ist. Und auch die Eco-Anzeige im Cockpit, die sich im Sport-Modus zu einem rot beleuchteten Drehzahlmesser wandelt, bestätigt nur, was man bereits hört: Die Drehzahl ist viel zu hoch.

Viel wohler fühlt sich der kompakte Hybrid in der Stadt. Das lautlose Anfahren, die rein elektrische gefahrene Parkplatzsuche im Wohngebiet (maximal zwei Kilometer), das in dem Hybridantrieb tadellos funktionierende Start-Stopp-System. Für den Stadtverkehr braucht man auch den Sport-Modus nicht, mit der Eco-Abstimmung spielt der Lexus hier die Stärken seines Antriebs voll aus.

In unserem Test begnügte er sich mit 5,4 Litern im Schnitt. Damit verbraucht er etwas mehr als das aerodynamisch geformte Schwestermodell von Toyota, liegt aber auf einem Niveau mit vergleichbaren Diesel-Modellen.

Kommentare zu " Lexus CT 200h im Test: Kompakt-Herausforderer zwischen den Welten"

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  • @Autokenner
    Haben Sie den Wagen überhaupt aus der Nähe gesehen?
    Ihr Text liest sich wie die meisten negativen deutschen Auto-Presseberichte über japanische Autos:

    Ich kann Ihre Negativpunkte überhaupt nicht nachvollziehen.
    Bin zwar nur mitgefahren, aber der Wagen ist bei weitem nicht so schlecht wie Sie es schildern.
    Die verwendeten Materialien im Innenraum und die Verarbeitung würde ich hochwertiger schätzen als beim 1er BMW, aber mindestens gleichwertig.
    Der Kofferraum ist eine Frechheit?
    Das grenzt an Verleumdung. Der Lexus (375 L) hat einen größeren Kofferraum als der Golf (350 L), und das trotz des Hybridantriebs.
    Der Motor wird zwar ab 100 km/h und Vollgas lauter aber nicht aufdringlich. Mein 5er Golf ist bei dem Tempo viel lauter.
    Das kommt daher, weil der Wagen unter 100km/h sehr leise ist, und ein "hochdrehen" des Antriebs bei Vollgas auffällt.

    Ich persönlich würde den Lexus jederzeit gegenüber einem Diesel vorziehen. Warum?
    - Verbrauch 4-5 Liter
    - Steuerlich günstig wegen dem extrem niedrigen CO2-Ausstoss
    - keine krebserregenden Abgase
    - geringere verschleißanfälligere Teile: Anlasser, Lichtmaschine, Kupplung fehlen, kein Bremsenverschleiß durch die Bremsrekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsen)
    Beim Diesel dagegen sind die Injektoren, Krafstoffpumpen, Turbolader, Rußpartikelfilter extrem anfällig. Die im Falle eines Defekts so viel kosten wie ein neuer Dacia.
    Langzeitqualität ist beim Lexus erheblich besser.
    Wenn Sie mir nicht glauben, fragen Sie mal einen Taxifahrer der einen Prius fährt!
    Dass Lexus nicht viele Autos verkauft kommt daher, dass er weitgehend in Deutschland unbekannt ist. Auch ich hielt Lexus bis vor kurzem für ein amerikanisches Auto.
    Qualitativ ist die Marke besser wie die deutschen Premium-Anbieter.
    Siehe die amerikanische J.D.Power-Studie über Fahrzeugqualität!
    Lexus gewann diese prestigeträchtige Studie schon 14mal als Gesamtmarke. Wo stehen die "A-B-Ms"? Nur im Mittelfeld!

  • Ich kann die Negativpunkte aus dem Test bestätigen. Ich habe den Wagen mehrmals als Mietwagen über meine Firma für Dienstreisen bekommen. Besonders die genannte Abstimmung der Motoreneinheit war mehr als einmal Anlaß für Kopfschütteln: nervige Lautstärke in Verbindung mit Temperamentlosigkeit.

    Negativ aufgefallen (hier im Bericht nicht genannt) ist ebenfalls die Beengtheit im Inneren. Das Auto ist eine Sardinendose! Zusätzlich sind die Sitzflächen für einen Durchschnittsmenschen zu klein. Lästig sind (wie bei vielen anderen modernen Autos auch) die dicken und genau an der linken Augenbraue auf Fingerbreite entfernten A-Säulen. Ich bin 1,82 m groß und bei niedrigster Sitzeinstellung wird die Kopffreiheit bereits knapp wenn man die Lehne nicht etwas neigt.

    Auch dieses Auto hat ein von mir immer "Leberwurst" genanntes Lenkrad. Dick wie besagte Wurst und dadurch unangenehm zu greifen.

    Der Gepäckraum ist eine Frechheit.

    Durch die ungewöhnlich plazierten und nicht immer einleuchtend gestalteten Bedienelemente muß man sich erst mal zurechtfinden. Das verursacht im Verkehr Ablenkung und die ist gefährlich.

    Ebenfalls eine Frechheit ist das ungenaue und extrem blöd zu bedienende Navigationssystem.

    Fazit:
    Nerviges, lahmes und unbequemes Auto!
    Kein Wunder, daß der sich nicht verkauft!

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