Lexus GS 450h im Handelsblatt-Test
Das beste Auto, das nicht deutsch ist

Bei Oberklasse-Limousinen kommt hierzulande niemand an Audi, Mercedes und BMW vorbei. Mit den Jahren ist aber eine starke und ebenbürtige Konkurrenz gewachsen, wie der Lexus GS 450h im Test zeigt.
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DüsseldorfSolide Verarbeitung, Zuverlässigkeit und einen Hybrid-Antrieb. Das sind Eigenschaften, die die meisten Menschen mit einem Lexus verbinden. Das klingt war alles gut und praktisch für ein Alltagsauto, aber irgendwie nicht richtig sexy - und vor allem nicht sexy aussehend.

Den Gegenbeweis tritt jetzt der neue GS 450h an. Mit einer eigenständigen, aggressiven Optik sticht die Limousine aus dem Allerlei der deutschen Konkurrenz heraus. Gemeint sind hier der Audi A6, die 5er-Baureihe von BMW und die Mercedes E-Klasse, die zusammen das Segment unter sich aufgeteilt haben. Bis auf einen kleinen Rest, um den unter anderem der Lexus buhlt.

Früher waren die Japaner dafür bekannt, sich beim Design sehr stark an den deutschen Modellen anzulehnen. Mit dem GS sind diese Zeiten endgültig vorbei. Die neue Designsprache ist geprägt von Sicken und Kanten, besonders der Diabolo-Kühlergrill sticht hier heraus. Verglichen mit der zerklüfteten Front ist die Seitenlinie geradezu konservativ. Nur das Heck erinnert noch an die alten Zeiten, als ein Lexus eine Art Best-Of der deutschen Autos war: Die L-förmigen Leuchtbänder in den Rücklichtern sehen sehr nach BMW aus.

Das erfrischend andere Design setzt sich auch im Innenraum fort. Beim Einstiegen fällt der Blick sofort auf die schön gestaltete Analoguhr in der Mittelkonsole, die aus einem Stück Aluminium gefräst ist. Die serienmäßigen Ledersitze (im Hybrid ab Werk auch beheizbar und kühlbar) sind sehr bequem, das Lenkrad fasst sich gut an. Überzeugend sind auch Details wie die Armlehnen in den Türen: So angenehm weich ist kaum ein anderes Auto gepolstert. Dazu gibt es noch große Ablagen in der Mittelkonsole und den Türen. Eben alles auf das komfortable Reisen ausgelegt. Nur die Digitalanzeigen der Klimaanlage wirken etwas aus der Zeit gefallen.

In der Basis-Ausstattung kostet der Hybrid mindestens 54.750 Euro, wir sind die „Luxury Line“ für 70.500 Euro gefahren. Und das meint wirklich Luxury, fast alle technischen Luxus-Spielereien sind ab Werk an Bord. Neben den bereits erwähnten beheiz- und belüftbaren Ledersitzen ist das unter anderem ein Navigationssystem mit einem acht Zoll großen Display, eine Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera und Totwinkel-Warner in den Außenspiegeln. Gegen Aufpreis gibt es für das Navi sogar einen 12-Zoll-Monitor, den größten in einem Serienauto.

Kommentare zu " Lexus GS 450h im Handelsblatt-Test: Das beste Auto, das nicht deutsch ist"

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  • Sebastian Schaal. Einer von vielen deutschen Journalisten bei dem alles Gute deutsch sein muss. "Das beste Auto, das nicht deutsch ist." Ein lächerlicher Artikel. Die große Mehrzahl der Autos aus Japan und Süd-Korea sind von besserer Qualität.

  • Danke für die Info, tatsächlich dachte ich der MX-5 sei ein Toyota, smile!.

  • @ingenius
    In manchen Punkten stimme ich Ihnen zu,nur was die Technik angeht, baut Toyota sicher nicht schwerer wie deutsche Autobauer, Frame Technik, Alu Bauweise alles recht und gut,nur wie schon von Ihnen angemerkt ein teurer Spaß,und wenn man noch weiter geht, lesen welcher
    Autohersteller die meisten Patente in verschiedenen Technologien anmeldet....nur zu Info der MX-5 ist ein Mazda. Bauen auch gute Autos, kleiner Hersteller mit vielen guten Ideen, wenn man sich z.B. die Sky Activ Motoren anschaut. Wenn BMW mit Toyota einen Technologie Austausch eingeht, dann gehe ich davon aus, dass dies auf Augenhöhe von zwei guten Firmen geschieht.
    P.S. TSK, Schluchti, LXS(TSK?) sachliche Kommentare sind interessant, beleidigende Äusserungen, Theken Theorien, Stammtisch Ergebnisse eher nicht....

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