Mazda CX-3 im Handelsblatt-Autotest : Mit einem Lächeln im Gesicht

Mazda CX-3 im Handelsblatt-Autotest
Mit einem Lächeln im Gesicht

Sehen oder gesehen werden? Selbst in kompakten SUV geht es nicht nur um Nutzen und Fahrleistungen, sondern ums Prestige. Mazda punktet mit dem CX-3 klar beim Design, auch wenn so viel SUV gar nicht in ihm steckt.

DüsseldorfDas soll ich sein? Der Typ auf dem grobkörnigen Schwarz-Weiß-Foto hat für mein Empfinden kaum Ähnlichkeit mit mir. Vor allem wegen des Lächelns. Ich lächele gemeinhin nicht beim Autofahren, schließlich ist das Führen eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor eine ernstzunehmende Aufgabe.

Andererseits wirkt so ein Lächeln ja auch irgendwie sympathisch. Und so entschließe ich mich, dem Fachbereich Verkehrsangelegenheiten der Hansestadt Lübeck den geforderten Betrag für den Schnappschuss von der Autobahn widerspruchslos zu überweisen. Mit dem Foto habe ich immerhin ein bleibendes Andenken an meinen Ausflug im Mazda CX-3.

Die Zeit des Lächelns beginnt eigentlich schon am Tag vor der Fotofahrt, als mir der Testwagen auf den Parkplatz gestellt wird. Mazda hat die Bühne der kleinen SUV zwar mit Verspätung betreten, dafür aber einen wirklich starken Auftritt hingelegt. Der CX-3 sieht richtig gut aus, vor allem in der Sonderfarbe Rubinrot Metallic (Aufpreis: 750 Euro).

Für mein Auge hat Mazdas Designlinie „Kodo“ im CX-3 seine bislang überzeugendste Ausprägung gefunden. Das leicht abfallende Dach und die vergleichsweise kleinen Türen hinten stellen großgewachsene Fondspassagiere allerdings vor einige Herausforderungen.

Die müssen sich auch in Sachen Beinfreiheit einschränken – zumindest, wenn vorne vergleichbar große Menschen sitzen. Echte SUV-Gefühle wollen allerdings auch bei mir nicht aufkommen, als ich auf dem Fahrersitz meines Testwagens Platz nehme.

Beim Raumangebot kann der CX-3 nicht verleugnen, dass er auf dem kleinen Mazda 2 basiert. Wer etwa in SUV-typischer Sitzposition über allen Dingen thronen möchte, ist mit dem großen Bruder CX-5 sicher besser bedient. 

Ansonsten hat Mazda im Innenraum meinen Geschmack aber durchaus getroffen. Die zweifarbigen Ledersitze wirken elegant, das Cockpit ist übersichtlich, die meisten Bedienelemente sind gut erreichbar. Nur der Griff zum Hebel für das Verstellen der Sitzlehne erfordert eine gewisse gymnastische Grundschulung.

Mittig auf dem Armaturenbrett thront ein Bildschirm, der sich bei stehendem Fahrzeug per Berührung, während der Fahrt über einen Knopf in der Mittelkonsole steuern lässt. Neben Funktionen wie Navi oder Radio werden hier auch die Bilder der Rückfahrkamera angezeigt, die es für den CX-3 leider nur in der höchsten Ausstattungsvariante „Sports-Line“ gibt.

Wer sich für ein preiswerteres Modell entscheidet, muss damit leben, dass die Sicht nach hinten deutlich eingeschränkt ist. Hier macht sich das schnittige Kodo-Design mit dem kleinen Heckfenster negativ bemerkbar.

Ebenfalls der teuersten Ausstattungsvariante vorbehalten ist die Kombination aus Drehzahlmesser in klassischer Rundoptik und digitalem Geschwindigkeitsmesser in dessen unterem Bereich – für mich eine etwas gewöhnungsbedürftige Anordnung.

Da schaue ich lieber auf die kleine Plastikscheibe oben auf dem Armaturenbrett, die als Head-Up-Display fungiert und neben der aktuellen Geschwindigkeit auch Anweisungen des Navis auf einen Blick bereitstellt.

Wünschen würde ich mir noch eine Temperaturanzeige fürs Kühlwasser – da hat der CX-3 wie manch anderer nur eine Warnlampe zu bieten.

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Mit einem Lächeln im Gesicht

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Tapfer lächeln beim Preis

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