Mercedes neuer Sprinter im Test
Wal auf der linken Spur

Der Sprinter hat einer ganzen Transporterklasse Namen und Stempel aufgedrückt. Neue Assistenten sollen Daimlers Großtransporter nun sicherer machen. Handelsblatt Online ist schon Probe gefahren.
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DüsseldorfAuf deutschen Autobahnen ist der Sprinter mittlerweile ein Dauergast auf der Überholspur. Trotz einem Leergewicht von rund zwei Tonnen beschleunigt der Großtransporter auf bis zu 160 km/h und ist damit das Lieblingsauto der Expressfahrer und Handwerker-Notdienste.

Lange war der Fahrer enorm gefordert, um diese Kolosse auch bei hohen Geschwindigkeiten unter Kontrolle zu halten. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Etwa jeder vierte Unfall mit einem Transporter ist ein Auffahrunfall, jeder fünfte passiert beim Abbiegen und bei jedem sechstem verliert der Fahrer gleich die Kontrolle über das Fahrzeug. Das soll sich mit dem neusten Sprinter ändern, verspricht Hersteller Daimler.

Zunächst einmal muss man aber sagen, dass ein Test eines Sprinters niemals komplett repräsentativ sein kann: durch verschiedene Ausstattungen und Aufbauten sind bis zu 1.000 Grundvarianten möglich. Vom Pritschenwagen über Reinigungsfahrzeuge bis zum Kastenwagen. Wir testen den 319 CDI Bluetec als Kastenwagen mit der Höchstleistung von 190 Diesel-PS in grau-metallic. Eine Farbe, die passt: Als Sprinterfahrer fühlt man sich, als steuere man Moby Dick über die Landstraße – ein Wal auf der Überholspur.

Die Fahrt zum Testgelände beginnt in Düsseldorf. Im Stadtverkehr machen sich die Unterschiede zum Vorgängermodell noch nicht bemerkbar. Das 7-G-Tronic-Automatikgetriebe erleichtert die Fahrt und macht wildes Schalten in diesem Sprinter überflüssig. Die meisten der viel beworbenen Sicherheitssysteme schalten sich aber erst bei 80 km/h ein.

Kommentare zu " Mercedes neuer Sprinter im Test: Wal auf der linken Spur"

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  • Sehe ich auch so.
    Diese Geschosse sollten bei spätestens Tempo 130 abgeregelt werden...
    sowohl im Interesse der Fahrenden selbst als auch der anderen Verkehrsteilnehmer.

    - schlecht gesicherte Ladung
    - einseitige Beladung, Überladung
    - überforderte Fahrer von gemieteten Transportern
    - gehetzte Paketdienste
    - Baufirmen, Handwerker, welche mit ihren Fahrzeuge an der Leistungsgrenze über die Autobahnen heizen.

    Ich will nicht pauschalieren, aber oft genug kann man es genau so unterwegs erleben, vor allem montags & freitags...

  • Wenn ein Handwerker mit 160km/h auf der Autobahn einen Unfall baut, und seine Ladung im Inneren nicht perfekt gesichert hat (und wer macht das schon) - er hat kaum eine Chance!

    Übrigens, was würde bei einem Tempolimit 130 auf Autobahnen passieren? Könnte Daimler dann auch all seine Helferlein gegen Aufpreis an den Mann bringen?

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