Nissan xTrail im Test
Wie der Schlitten des Weihnachtsmanns

Stellen Sie sich vor, es ist Schnee und keiner fährt hin. Für uns unerträglich, so haben wir den Nissan xTrail in die Schweiz entführt. Sicherer Tritt, viel Stauraum – die Kutsche schlägt im Test jeden Rentierschlitten.

DüsseldorfDie Schweiz ist ein Land in dem es gleich einige Dinge im Überfluss gibt. Schokolade und Käse zum Beispiel. Früher waren es auch dubiose Nummernkonten. Am bekanntesten ist die Alpenrepublik aber sicher für zwei Sachen: Schnee und Berge. Die Kombination lockt jedes Jahr zahllose, oft wohlbetuchte Touristen an. Und auch weniger gut betuchte, wie mich. Die Erfolgsformel: Mit Freunden eine Hütte mieten, großen Wagen vollpacken, ab dafür.

Dem Polo-Piloten kommt da jeder Testwagen gelegen. Vor allem, wenn er groß ist, ein Diesel – und auch noch Vierradgetrieben. Nach dem Ausflug mit dem Skoda Fabia Kombi im Vorjahr konnte ich diesmal einen Nissan xTrail ergattern. Der hat in Deutschland jeden anderen geräumigen Geländewagen und SUV Nissans ersetzt, seien es Terrano, Pathfinder oder Qashqai +2.

Aktuell rollt die dritte Generation vom Band, der Publikumszuspruch ist für ein Dickerchen wie den xTrail durchaus in Ordnung. 741 Stück wurden im Februar zugelassen. Damit ist der Wagen nicht so ein Straßenfeger wie der hauseigene Qashqai, liegt aber auf Augenhöhe mit der direkten Konkurrenz.

Dennoch ist der xTrail im Straßenalltag ein eher seltenes Bild, was allein schon dem geschuldet ist, dass er seine Stärken grundsätzlich auf dem Land und in den Bergen hat. Für Allradfreunde, denn diese Antriebsform gibt es nach Wunsch zuschaltbar, ist der SUV-artige Brummer eine vergleichsweise günstige Einstiegsoption.

Preislich liegt er als Diesel mit 27.200 Euro Einstiegspreis auf dem Niveau des Toyota RAV4 und ist günstiger als Ford Kuga und der kleinere VW Tiguan. In der Schweiz greift man, so die subjektive Erkenntnis, für eine günstige Allradalternative bislang auf den Renault Koleos, der sich mit Unternehmenspartner Nissan ohnehin die Plattform teilt.

Soweit die graue Theorie. Die Praxis beginnt an einem grauen Morgen, in aller Frühe im heimischen Düsseldorf. Zwei Mann an Bord, Gepäck für gefühlt sechs, eine Abholung in Frankfurt, geteilte Rückbank umgeklappt: der Nissan hält. Einmal auf dem Bock des durchaus LKW-esque angelegten SUV fährt der sich überraschend behände.

Leer bringt er knappe 1,6 Tonnen auf die Waage, ist 4,64 Meter lang, 1,82 Meter breit und gerade mal 1,71 Meter hoch – das wirkt innen eindeutig höher. Die 131 PS lassen keinerlei Spielraum für Geschwindigkeitsräusche, muss aber auch nicht. Auf der Autobahn ist bei 188 km/h Schluss und das ist gut so.

Unsere Ausstattungsvariante hat so vorzügliche Extras wie Sitzheizungen, die den Hintern angenehm umsorgt, und den zuschaltbaren Allrad. Der bleibt eingeschaltet, da der xTrail schon anfällig für Seitenwind ist. Der Vierradantrieb wirkt sich zumindest laut Bordcomputer kaum auf den Verbrauch ist, bietet aber deutlich mehr Fahrstabilität. Und wird ein paar Kilometer die Autobahn hinab noch zum entscheidenden Faktor. Aber davon später mehr.

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