Opel Insignia Grand Sport im Handelsblatt-Test
Aus der Tiefe des Raumes

Innen im neuen Insignia wundert man sich ein bisschen: Das soll ein Opel sein? Mit so viel Platz und Luxus? Tatsächlich gibt es beim Grand Sport auch nach zwei Wochen Alltagstest nur sehr wenig zu meckern.

DüsseldorfEr ist nah dran an der Fünf-Meter-Klasse, der neue Insignia, den Opel in der jüngsten Generation noch mit dem Beinamen Grand Sport schmückt. Und wenn man den 4,90 Meter langen Testwagen erstmals von außen und innen betrachtet, muss man zustimmen: „Grand“ ist er auf jeden Fall, mit richtig gutem Platzangebot auf allen Sitzen und massig Zuladung unter der schräg abfallenden Heckklappe.

Vom Vorgänger unterscheidet sich die neue Business-Klasse aus Rüsselsheim auch durch ein deutlich geschärftes Design, sie zeigt eine ungewohnt frische, unaufdringliche Präsenz auf dem Asphalt, sieht man mal von den riesigen, auffälligen Alufelgen ab. Optionale Matrix-LED-Scheinwerfer und der flache Kühlergrill geben ihm ein gut erkennbares neues Gesicht, am Heck funkeln sogar serienmäßige LED-Rückleuchten. Keine Frage, das Team um Chef-Designer Stefan Arndt hat sich von der Formensprache des aufsehenerregenden Monza Concept inspirieren lassen. Und das zeigt Wirkung.

Tatsächlich finden viele Betrachter die zweite Insignia-Generation so schick, dass sie sich in unserem Test neugierig nach dem Wagen umdrehen. Einer sagt: „Wenn der kein Opel-Logo hätte, dann könnte man wirklich nicht sagen, von welcher Marke er kommt“, - und er meint das absolut als Lob. Ein klarer Punkt fürs Opel-Design, das in der öffentlichen Wahrnehmung ja immer noch leicht unter dem Radar fliegt.

 

Innen sammelt der Insignia sogar noch deutlich mehr Imagepunkte für Opel als außen. Mehrere dienstwagenerfahrene Freunde und Bekannte bescheinigen der weißen Limousine unter anderem „ein gelungenes Cockpit“, „eine Ausstattung, fast auf Niveau des 5er-BMW“, und „wirklich gute Kopf-und Beinfreiheit hinten, das hatte ich gar nicht erwartet.“ Der Angriff auf die Konkurrenz mit verbessertem Raumgefühl scheint zu funktionieren.

Ein elegant geschwungenes Armaturenbrett, eine leicht angehobene Mittelkonsole und das neue Head-up-Display (für 955 Euro Aufpreis) sind die Hingucker im Innenraum. Ein Passagier möchte nach intensivem ausprobieren aus dem sehr gut verstellbaren AGR-Fahrersitz (Aktion Gesunder Rücken) gar nicht mehr aussteigen und meint, „der ist ja wohl definitiv jeden Euro wert“.

Viel Lob und Anerkennung bei den Betrachtern und Mitfahrern also, die auch registrieren, das viel Platz ist unter der riesigen Heckklappe, und wie schnell sich die Rücksitzlehnen per Knopfdruck zur (fast) ebenen Ladefläche strecken. 1.450 Liter Gepäck schluckt der Wagen, in den Skoda Superb passt allerdings deutlich mehr hinein. „Was soll ein Passat da noch besser machen?“, stellt einer die entscheidende Frage. Denn der Insignia kommt mit einer guten Serienausstattung, modernen Assistenzsystemen und wettbewerbsorientiertem Preisetikett daher.

Opel bietet den Grand Sport in vier Ausstattungs-Niveaus an: „Selection“, „Edition“, „Dynamic“ und „Innovation“. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Berganfahr-Assistent, Frontkollisionswarner mit City-Notbremse und Fußgänger-Erkennung sowie ein 7,0-Zoll-Infotainment-System.

Der Basispreis für den Insignia Selection liegt bei 25.940 Euro. Beim Insignia Edition (ab 27.535 Euro) gibt es zusätzlich das Online-Service-System „OnStar“, eine Smartphone-Integration und eine Klimaanlage mit Fußraumheizung. Die beiden höheren Ausstattungen Dynamic (ab 29.995 Euro) und Innovation (ab 31.530 Euro) sind mit Teilledersitzen, einem größeren Infotainment-System und den hervorrragenden Ergonomiesitzen ausgestattet. Neben vielfachen Einstellungsmöglichkeiten bieten sie elektrische Sitzwangenjustierung sowie Massage-, Memory- und Ventilations-Funktion.

Für das Kombi-Modell „Sports Tourer“ verlangt Opel jeweils genau 1.000 Euro mehr. Eine Nappaleder-Ausstattung kostet 2.185 Euro Aufpreis, LED-Matrix-Licht schlägt mit 2.390 Euro zu Buche. Das „Park and Go“-Paket, das unter anderem einen automatischen Park-Assistenten beinhaltet, kostet je nach Modell zwischen 695 und 845 Euro.

Diesel-Skeptiker, die Wert auf Leistung und legen und Vorwärtsdrang spüren möchten, werden gerne zum (von uns getesteten) 2-Liter-Turbo-Benziner im derzeit luxuriösesten Opel greifen, der mit 265 PS (191 kW) für alle Aufgaben des Alltags bestens gerüstet ist. Eine GSI-Version folgt noch in diesem Herbst.

Mit Achtgang-Automatik vom asiatischen Zulieferer Aisin und ebenso sicherem wie unaufdringlichem Allradantrieb kostet der Grand Sport allerdings mindestens 41.500 Euro (auf „Dynamic-“Ausstattungsniveau). Weiter verschönern lässt er sich unter anderem mit OPC-Line-Exterieur-Paket (1.215 Euro) und Premium-Paket-Nappaleder für 3.930 Euro.

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