Papis (fast) perfektes Familienauto: Was ein Porsche im Alltag taugt

Papis (fast) perfektes FamilienautoWas ein Porsche im Alltag taugt

Ein Porsche 911 als Familienauto? Geht das? Und ob - Handelsblatt Online Redakteur Florian Brückner hat den neuen Carrera S mit Windeln und Kindersitzen im Westerwald einem harten Praxistest unterzogen.
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DüsseldorfDer Porsche 911 Carrera S ist das perfekte Familienauto - auch und gerade weil der 911er ein 400 PS starker Sportwagen ist. Die kleine Tochter ist glücklich, wenn Papi sie mit dem Porsche zur Grundschule bringt, das kleine Söhnchen ist glücklich, weil Papi ihn jetzt mit dem Porsche noch öfter vom Kindergarten abholt und Mami ist glücklich, weil Papi glücklich ist. Soweit die Theorie.

Die Praxis sieht eigentlich ganz ähnlich aus, nur mit einer großen Einschränkung: Auf kurvigen Landstraßen und Autobahnen ohne Tempolimit ist Papi immer noch glücklich - Mami nicht mehr so ganz. Spätestens wenn sich Fahrer und Porsche auf den genauso kurvigen wie einsamen Landstraßen des Westerwalds langsam besser kennenlernen, die 400 PS des Boxer-Motors brüllen und bollern, das Heck langsam aber sicher auch mal zur Seite wegschmiert und die dicken 235er Winterreifen am Rinnstein entlang schnüffeln, dann, ja dann ist es mit dem Familienfrieden vorbei - und der 911 Carrera S outet sich als das, was er wirklich ist: ein reinrassiger Sportwagen.

Dies kann man fast vergessen. Denn der 911er ist in seinem neuen Jahrgang noch viel mehr als früher vor allem eines: ein Auto, das im Alltag fast alles kann. Im Prinzip gibt es so gut wie nichts, was ein Fiat Panda, ein Kia Rio oder ein VW Polo können, was dieser Porsche mit einem Testwagenpreis von 117.000 Euro nicht auch könnte.

Sicher: Das Ladeabteil unter der Fronthaube ist vielleicht nicht riesig und ja, spätestens auf dem Parkplatz des Getränkehändlers erntet ein Porsche-Fahrer skeptische Blicke, wenn er einen Kasten Weizen und ein paar Flaschen Cola in seinem Sportwagen deponiert. Aber es geht. Windeln im Doppelpack, Feuchttücher, Gläschen - fast kein Babywunsch muss mit einem 911er beim Drogerie-Besuch unerfüllt bleiben. Und Platz für vier gibt es obendrein.

Mama, Papa, Tochter, Sohn - alle kommen mit. Die Kleinen natürlich auch auf Kindersitzen. Gleich drei Isofix-Halterungen hat Porsche verbaut. Gut, der Sitzraum ist trotz 100 Millimeter mehr Radstand im Vergleich zum Vorgängermodell immer noch etwas figurbetont geschnitten, aber für die Fahrt zu Oma und Opa allemal ausreichend - sagt zumindest der am Steuer sitzende Papa. Und dass sich ein Kindersitz bei einem Zweitürer im Fond nicht ohne Akrobatik und viel gutem Willen verbauen lässt,  ist nun wirklich kein Porsche eigenes Problem.

Kommentare zu " Papis (fast) perfektes Familienauto: Was ein Porsche im Alltag taugt"

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  • weis auch nicht warum hier so hämisch über dieses Auto kommentiert wird. Wer darauf steht; mein Gott. Ist doch in Ordnung. Das Leben besteht auch aus Emotionen wecken und Begeisterung an den Tag legen. Ich selber hab keinen Porsche sondern fahre einen "Porschejäger" ;-)); aber eine Luxuskarre a´la Bentley Contintental mit englischem Kennzeichen, pissgelber Farbe und dann noch als Rechtslenker...lässt eher mein Herz schneller schlagen als Neidgefühle aufkommen.

    Also. Scheiß auf Neidkommentare anderer Leute. Mir egal.

  • Schöner Artikel ! :-)

    Nur am ende ist es eine 7 gang pdk (pdf)

  • Spätestens mit dem oder gar den Kinderwagen auf dem Dachgepäckträger wird es dann doch zur Lachnummer. Na ja, aber Hauptsache es hat dem Herrn Redakteur Spaß gemacht mit Auspuff auf "Lärm"-einstellung durch die Gegend zu rasen.
    [...]

    [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

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