Renault Mégane Grandtour GT 220 im Test
On y va!

Dieses französische Kraftpaket empfiehlt sich für den flotten Transport von sperrigen Gütern und Familien in Eile. Der Mégane Grandtour GT 220 ist ein kräftiger und chicer Sportkombi, mit eigenwilligen Macken im Detail.
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DüsseldorfDieser Renault macht eine gute Figur: Er ist pechschwarz, sogar die Felgen. Das Design ist gefällig und die Sportlichkeit dezent verpackt. Die breiten 18-Zoll-Räder sind ein Indiz für die Kraft, die unter der Haube schlummert. Schade, dass am hinteren Ende kein typisches Doppelrohr den Betrachter anblitzt. Auch die Front des „Mégane Grandtour GT 220“ haben die Franzosen nur leicht unterschiedlich zum herkömmlichen Modell mit einer Frontschürze verspoilert.

„Sportlicher Familien-Kombi“ ist wohl eine Bezeichnung, die den Wagen im Marketing-Slang der Autobranche gut umschreiben könnte. Denn die 220 in der Typbezeichnung steht nicht etwa verklausuliert für den Hubraum, sondern für die Kraft des Motors. 220 PS für Mama oder Papa, das heißt, schnelle Sprints und flottes Fahren auf der Autobahn sollten eigentlich kein Problem sein.

Und tatsächlich macht man manchen BMW-Fahrer neidisch, wenn der Mégane zwischen 130 auf 170 km/h seine Durchzugskraft – gerne im fünften von sechs Gängen – voll ausspielt. 240 km/h Spitze sind ebenfalls drin, wenn ausnahmsweise mal genügend Auslauf auf der Autobahn ist.

Doch die Rechnung darf man dabei nicht ohne die Mitfahrer machen. Wer glaubt, im sportlichen Familienwagen den Hang zum Schnellfahren vertuschen zu können, wird enttäuscht: Fahrer oder Fahrerin können nicht heimlich auf die Tube drücken. Spätestens ab 160 km/h wirken die Fahr- und Außengeräusche beschleunigungshemmend, und die brettharte Federung des Wagens ist bestimmt nicht jedermanns Sache.

Schon bei niedrigen Geschwindigkeiten in der Stadt interpretiert der GT 220 „sportlich“ als „stoßempfindlich“ und setzt jeden Kanaldeckel in einen spürbaren Stoß für den Rücken des Fahrers um. Bei höheren Geschwindigkeiten wird das aber keinesfalls besser. Bei schneller Autobahnfahrt beschweren sich die Mitfahrer dann, weil viele Querrillen in kurzer Zeit „überrumpelt“ werden. Also nix mit unbemerkt Rasen ...

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