Renault Zoe im Handelsblatt-Autotest
Mühsame Alternative

Eigentlich ist der Renault Zoe mit Elektromotor ein vollwertiges Auto. In der Stadt kann der Kleinwagen problemlos mit anderen Kleinwagen mithalten. Doch wenn es weiter aus der Stadt herausgeht, kommen die Probleme.
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DüsseldorfEin bisschen aufgeregt bin ich schon, bevor ich mich in den Wagen hineinsetze. Mein erstes Elektroauto, mein erster Kontakt mit dieser etwas anderen Art von Fortbewegung. Wie wird das sein? Werde ich damit klarkommen? Ist das wirklich eine echte Alternative zu den bislang üblichen Fahrzeugen? Fragen über Fragen. Gleich werde ich die Antworten bekommen, gleich bin ich mit dem Renault Zoe unterwegs.

Das größte Problem für einen Elektro-Laien wie mich: Merke ich überhaupt, dass ich den Wagen gestartet habe. Tür öffnen, einsteigen, anschnallen, starten – bis zu diesem Punkt ist alles vollkommen vertraut wie bei einem gewöhnlichen Benzin- oder Dieselmotor. Aber nach dem Start höre ich nichts, kein Motorengeräusch, alles ist wundersam ruhig und leise. Nur das Display sagt mir „Ready“ und hat die Farbe gewechselt. Das sollte wirklich der Moment sein, zu dem ich tatsächlich losfahren kann.

Bei niedrigeren Geschwindigkeiten bis etwa 30 Stundenkilometer spielt der Wagen zusätzlich ein Fahrgeräusch ein. Mir als Fahrer wird damit signalisiert, dass ich dann tatsächlich unterwegs bin. Aber auch die Umwelt um mich herum soll dieses Fahrgeräusch hören - um gegen die möglichen Gefahren dieser neuen Autos gewappnet zu sein.

Der kleine Zoe ist durchaus ein ausgewachsenes Auto. Der Wagen vermittelt – vom Fahrgeräusch abgesehen – ein völlig normales Fahrgefühl. Der Zoe ist ein gewöhnlicher Kleinwagen, wie man ihn von Renault seit Jahren kennt. Das ist eine Fahrzeugklasse, die die Franzosen gut beherrschen. Ob ich nun in einem Zoe sitze oder in einem Twingo, das ist fast schon einerlei.

Unterwegs auf den Straßen von Düsseldorf macht es Spaß, mit dem kleinen Wagen zu fahren. Was das Beschleunigungsverhalten betrifft, hängt der Zoe die meisten Benziner ab. Der Elektromotor beschleunigt im unteren Drehzahlbereich deutlich schneller als die Konkurrenz aus der Verbrennerklasse. Das ist eben der große Vorteil eines Elektromotors: Die konstante und gleichmäßige Beschleunigung unabhängig von der Drehzahl.

Kommentare zu " Renault Zoe im Handelsblatt-Autotest: Mühsame Alternative"

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  • 74% aller Berufspendler haben einen Arbeitsweg von unter 25km einfach.
    Warum die mit einem Zoe "schnell an ihre Grenzen kommen" sollen, weiß wohl nicht mal der Autor.

    Mein Arbeitsweg sind 90km einfach fast aussschließlich über A94/B12/A99, und ich fahre ihn 2-3mal in der Woche mit meinem E-Auto auch bei den aktuellen Temperaturen.
    Eindeutig ein Stadtwagen?!?!?!

    Es ist immer wieder faszinierend, dass man Leute die noch nie ein E-Auto gesehen haben oder mit einem gefahren sind, damit einen "Alltagstest" machen läßt.
    Logisches Ergebnis: kaum ist der Akku zu 20% leer, sind die Hosen zu 100% voll ;-)

    Das ist doch ungefähr so als ob man einen Neandertaler mit der Zeitmaschine ins Jahr 2013 holt, und ihm dann ein Smartphone in die Hand drückt für einen "Alltagstest" über den er auch noch einen Artikel schreiben soll.

  • Fahre seit 6000 Kilometern den ZOE.

    Das wichtigste Feature der serienmäßigen Schnelladung zuhause in 1 Stunde oder an 1300 öffentlichen Ladestationen wurde nicht erwähnt.

    Zuhause kann das kein Mitbewerber. Und wir nutzen es. Z.B. Samstags tagsüber einkaufen/shoppen usw. Dann zuhause in 1 Stunde wieder aufgeladen und es kann abends noch mal in die Stadt losgehen.

    Für Pendler wie uns ein ideales Auto.

    Das Deutschland an der Ladeinfrastruktur noch was machen muss ist klar, hat aber nichts mit dem ZOE zu tun, denn das trifft alle Elektroautos.

    Und was den Preis betrifft, was kostet ein vergleichbares Auto mit 10 Gang Automatik, Standheizung, Navigation, BT-Freisprecheinrichtung und Soundsystem ?

    Der Kofferraum hat übrigens fast Golf Größe und ist wesentlich geräumiger als ein Polo. Es passen z.b. alle 4 16 Zoll Alu Sommerräder rein.

    Und gefällt die Unabhängigkeit vom Öl. Keine Mitschuld an der Zerstörung der Natur in Nigeria, Arktis, Golf von Mexico usw. Und unseren Strom tanken wir möglichst aus Eigenproduktion, wenns passt. Das sind aktuell 30% die wir durch Eigenproduktion selber "tanken".

    Das ist ein ungeahntes Gefühl mit eigenem Sonnenstrom herumzufahren. Unbezahlbar.

  • Dieser Bericht hat sehr viele Fehler.

    Es gibt überhaupt keine Problem mit diesem Fahrzeug durch Deutschland zu fahren. Diese Aussagen mit der Reichweite usw kann ich einfach nicht mehr hören.

    Und solche schlechten Berichte im Handelsblatt, Sorry.

    Nur mal so zu Info:

    Ich bin ohne Problem 2500 KM mit dem Zoe durch Deutschland gefahren.

    Fahre jeden Tag 80 KM Autobahn, alles kein Problem , auch im Winter !

    Mfg

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