Suzuki Swift Sport
Susis böser Sohn

Der Suzuki Swift Sport überzeugt mit einem günstigen Preis und vielen Extras. Der Handelsblatt Autotest zeigt, ob die japanische Antwort auf den Mini Cooper S wirklich mithalten kann.
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DüsseldorfSchon der Werbeflyer für den Suzuki Swift Sport klingt nach einem All-Inclusive-Angebot. Sportsitze, Klimaautomatik, Metallic-Lackierung, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Edelstahlpedale, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Doppelauspuff – vieles was sich die Konkurrenz teuer bezahlen lässt, ist in der japanischen Antwort auf den Mini Cooper S und den Polo GTI bereits serienmäßig verbaut. Ein „kompromissloses Fahrerlebnis“ verspricht mir der Hersteller des kleinen Kraftzwergs. Doch zugegeben: Ich bin skeptisch.

Suzuki, das weckt Erinnerungen an meine Kindheit und an das wohl schlimmste Auto, das mein Vater jemals gefahren hat: einen Suzuki Super Carry Combi Bus in Hellblau-Metallic. Ein Modell, das wohl bis heute zu den hässlichsten Autos gehört, die je gebaut wurden und mittlerweile nur noch in Entwicklungsländern gefahren wird. „Susi“, wie der Bus familienintern genannt wurde, war so etwas wie die unangenehme Tante, die immer wieder ungefragt vorbei kam – und mich vor meinen Mitschülern in der Grundschule blamierte.

In ihren Innenraum hatte sich der Duft der Vanillebäumchen des Vorbesitzers eingefressen und bildete mit dem Zigarettenrauch meines Vaters eine unheilige Allianz. Sommers wie winters fror ich auf ihrer eierschalfarbenen Rückbank, weil der Plastikbezug niemals richtig warm wurde. Entsprechend erleichtert war ich, als Susi schließlich für den symbolischen Preis von fünf Mark verkauft wurde, um dem Tüv und der wohl unvermeidbaren Schrottpresse zu entgehen.

Meine zweite Begegnung mit der Marke Suzuki fällt dagegen deutlich positiver aus: Wenn Susi die nervige Tante ist, dann ist der Swift Sport ihr durchtrainierter, kleingewachsener Sohn. Dieser Suzuki hat mit seiner nervigen Mutter nahezu nichts mehr gemeinsam, schimmert in grau-metallic und setzt auf eine aggressive Linienführung. 60 Prozent aller Swift Fahrer sind männlich, das Durchschnittsalter ist 39 Jahre. Mit einem geschwärztem Kühlergrill, Dachspoiler und dem verchromten Doppelauspuff ist das Design bewusst maskulin gewählt.

Auch von den eierschalfarbenen Plastiksitzen hat sich Suzuki längst verabschiedet. Die Sportsitze sind in mattgrau-schwarz gehalten, die Pedale sind aus Edelstahl. Den Innenraum durchzieht – wie im Golf GTI – ein buchstäblicher roter Faden, der Lenkrad, Schaltknauf und Sitzbezüge ziert. Silberne Elemente veredeln das Armaturenbrett. Ein Designobjekt wie der Fiat 500 Abarth ist der Suzuki Swift Sport zwar nicht. Aber das will er auch nicht sein.

Stattdessen ist alles auf Funktionalität ausgerichtet. Mit dem lederbezogenen Lenkrad lassen sich rechts der Tempomat und links die Freisprechanlage sowie das Entertainment-System steuern. Solange man nur Radio und CDs hört, funktioniert das ganz intuitiv. Als ich versuche, mein iPhone über einen USB-Anschluss anzuschließen, leuchtet eine grobpixelige Fehlermeldung auf. Erst ein Blick in die Anleitung schafft Abhilfe. Der anschließende Sound ist dagegen ansprechend. Mit wummernden Bässen geht es auf die erste Testfahrt.

Kommentare zu " Suzuki Swift Sport: Susis böser Sohn"

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  • "....Als ich versuche, mein iPhone über einen USB-Anschluss anzuschließen"

    wichtigst!!!!

    Das sind dann die Typen die nur Augen für ihren sprechenden Multimedia Buntglascountainer haben, das zügige Vorankommen bzw schnelle Reaktion sind dann zweitrangig! Naja,zumindest können sie dann ja Online die nächste werkstatt, Krankenhaus, Feuerwehr, Polizei, Baschleppdienst benachrichtigen!

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