Volvo V40 im Handelsblatt-Autotest
Das erste Auto für Fußgänger

In modernen Autos sind die Insassen bestens geschützt. Eine Armada an elektronischen Schutzengeln wiegt den Fahrer in Sicherheit. Volvo geht mit dem V40 einen Schritt weiter: Er schützt auch Fußgänger mit einem Airbag.
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DüsseldorfFreitag Abend, der Weg von der Redaktion nach Hause. Draußen ist es dunkel und regnet in Strömen, die Autobahn ist im Berufsverkehr vollgestopft. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um ein neues Auto kennen zu lernen. Erst recht nicht, wenn es sich um einen Wagen wie den neuen Volvo V40 handelt, der mit seiner Armada an elektronischen Schutzengeln an allen Ecken und Enden piepst und blinkt.

Doch alle Systeme greifen nur dezent ein, alles wirkt sehr gut aufeinander abgestimmt. So wundert es den Fahrer kaum, wenn bei zu dichtem Auffahren plötzlich der Abstandswarner in der Frontscheibe leuchtet oder das Auto beim versuchten Spurwechsel - zugegeben, ich habe nicht geblinkt - gegenlenkt und den Wagen in der Spur halten will. Bereits nach wenigen Kilometern wird klar, dass die Entwickler viel Erfahrung haben und ihr Handwerk seit Jahren verstehen.

Kein Wunder, schließlich hat sich Volvo nicht nur als Erfinder des Dreipunkt-Gurts seinen Ruf als Vorreiter beim Thema Sicherheit erarbeitet. Dennoch wissen die Schweden unter chinesischer Führung, dass man sich keinesfalls auf seinen Lorbeeren ausruhen darf, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Deshalb feiert im neuen V40 ein bisher einzigartiges Sicherheits-Feature Premiere: der Fußgänger-Airbag. Bei einem Unfall hebt sich die Motorhaube hinten leicht an und ein Luftsack polstert Teile der Windschutzscheibe und vor allem die Stahl-Holme der A-Säule. Sehen Sie uns bitte nach, dass wir dieses System in unserem Test nicht ausprobiert haben.

Der V40 ist für Volvo aber nicht nur als Technologieträger wichtig. In Göteborg setzen die Verantwortlichen große Hoffnungen in den V40, schließlich soll er gleich drei Baureihen ersetzen. Zum einen den nur als Dreitürer erhältlichen Kompaktwagen C30 mit dem auffälligen Heck, die Limousine S40 sowie den dazugehörigen Kombi V50. Und dabei trotz des Spagats zwischen Kompakt- und Mittelklasse doch ein typischer Volvo bleiben.

Bei der Optik ist das den Designern gelungen. Die Front ist dem größeren V60 wie aus dem Gesicht geschnitten, nur wenige Details unterscheiden sich. Am Heck zeigen die aufrecht stehenden Rückleuchten mit dem markentypischen Knick sofort, dass es sich hier um einen Volvo handelt. Manche finden die Ähnlichkeit zum größeren Bruder langweilig, andere loben das zeitlos elegante Design.

Kommentare zu " Volvo V40 im Handelsblatt-Autotest: Das erste Auto für Fußgänger"

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  • Das ist doch mal ein ausgewogener Test. Ist man in einem deutschsprachigen Printmedium gar nicht gewohnt...

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