Hintergrund
Ohne Zulieferer läuft kein Elektroauto

Ohne die Automobil-Zulieferer hätte sich das Auto nach seinen ersten Ausfahrten nicht so schnell entwickelt. So hat etwa Bosch schon vor 125 Jahren die Magnetzündung entwickelt, die in der Hochspannungsversion als Zündkerze nach 1902 den Fortschritt bei den Kraftfahrzeugen vorangetrieben hat. Heute befeuern Automobilzulieferer mit ihren Ideen und Entwicklungen auch die Elektro- und Hybridantriebe der Autohersteller.
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DüsseldorfFür die meisten Pkw-Käufer gilt: Die Autos kommen vom Automobilhersteller und Automobilzulieferer wie Bosch, Continental und ZF liefern dazu die Kfz-Teile und das Zubehör wie etwa Reifen und Getriebe. Doch die Zulieferer leisten weit mehr. Ohne diese Firmen hätte sich das Auto nach seinen ersten Ausfahrten nicht so schnell entwickelt. So hat etwa Bosch schon vor 125 Jahren die Magnetzündung entwickelt, die in der Hochspannungsversion als Zündkerze nach 1902 den Fortschritt bei den Kraftfahrzeugen vorangetrieben hat. Heute ist Bosch bei vielen technischen Entwicklungen der Pionier. Diese entwickeln seit Jahrzehnten Hightech-Komponenten und befeuern mit ihren Innovationen heute die Elektro- und Hybridantriebe der Autohersteller.

Was für Bosch der "Zündfunke" war, waren im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts für Continental der Reifen beziehungsweise Gummi. "Conti" zählt zu den größten Automobilzulieferern der Welt und ist nach Bosch die Nummer zwei in Europa. Seit 2008 hat das Unternehmen mit der Schaeffler Gruppe einen Mehrheitsaktionär, der die Automobilindustrie selbst mit Komponenten und Anlagen für Motor, Getriebe und Fahrwerk seit mehr als 65 Jahren beliefert – mit Marken wie INA, FAG und LuK. Nach Bosch und Conti ist ZF heute die Nummer drei der deutschen Automobilzulieferer und zählt global zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Antriebs- und Fahrwerktechnik.

Allen diesen Unternehmen ist gemein, dass sie sich aus ihren Anfängen heute zu Vollsortimentern von elektrischen, elektronischen und mechatronischen Bauelementen und Systemen entwickelt haben. Heute befeuern sie mit ihren Ideen und Entwicklungen auch die Elektro- und Hybridantriebe der Autohersteller. So etwa beim jetzt eingeführten batterieelektrisch betriebenen Renault Zoë.

Conti liefert für den Kleinwagen Zoë unter anderem das Antriebssystem mit Traktionsmotor, Leistungselektronik und Steuergeräten. Der Elektromotor mit integriertem Getriebe und Differenzial leistet maximal 88 PS und verfügt über 220 Nm Drehmoment. Damit spurtet der 21.700 Euro teure Wagen in vier Sekunden aus dem Stand auf 50 km/h oder in 13,5 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 135 km/h. Die 22-kWh-Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht eine Reichweite von 210 km und muss für monatlich mindestens 79 Euro geleast werden.

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Kommentare zu " Hintergrund: Ohne Zulieferer läuft kein Elektroauto"

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  • Eh, die Zulieferer machen eher Insolvenz als was eigenes!

  • Die Auto-"Hersteller" sind schon seit Jahren zu Design-Klitschen mit angeschlossener Motorenabteilung verkommen. Die eigentliche Wertschöpfung findet bei den Zulieferern statt. Aber leider trauen die sich nicht zu eigene Autos auf den Markt zu bringen und ihre Patente richtig für sich arbeiten zu lassen...

  • Ohne Zulieferer läuft auch kein konventionelles Auto! Die Produktionstiefe beträgt so etwa 25%.
    Die Autos sind sich unterhalb des Bleches und der Motorhaube ähnlicher, als Marketing-Experten der Hersteller je zugeben würden. Die Innovation wird generell bei den Zulieferern getrieben.
    Beim E-Auto stehen deshalb auch alle vor dem gleichen Problem: Die Reichweite ist völlig inakzeptabel und die Speicher sind zu teuer und nicht Langzeitstabil. Ich habe an Hand der Daten für einen Audi A3 e-tron Plug-in-Hybrid die Sinnhaftigkeit der Anschaffung durchgerechnet. Bei heutigen Strom- und Kfst-Preisen würde sich so ein Teil ohne Berücksichtigung von Zinsen nach 17 Jahren amortisiert haben. Ich verstehe die Zurückhaltung der Hersteller. Schön reden hilft hier nicht weiter! Und auch kein Zulieferer hat das Ei des Columbus!

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