Hochkonjunktur im Oldtimer-Bereich
Altes Eisen bietet hohes Renditepotenzial

Großes Aufatmen zum Jahreswechsel im Mercedes- Benz Classic Center in Fellbach bei Stuttgart.

HB FELLBACH. Fast jedes Exponat für das neue Mercedes-Benz-Museum, egal ob der legendäre 300 SLR- Rennwagen oder ein Bus, wurde in den Werkstätten von Spezialisten komplett durchgecheckt und überholt. „Da kamen zu unseren normalen Aktivitäten nochmal 2 300 Mann-Tage hinzu“, sagte Classic-Center-Chef Peter Spieth und spricht von einer echten Sonderkonjunktur für seinen Bereich.

Das Classic Center als Herz der Oldtimer-Aktivitäten des ältesten Automobilbauers der Welt ist normalerweise für rund 100 Millionen Euro Umsatz gut - „das schwankt aber, je nach dem, welcher Mercedes bei uns den Oldtimer-Status erhält“. Denn 20 Jahre nach Serienauslauf übernimmt das Classic Center, das sich hinter eher unscheinbaren flachen Mauern in einem Industriegebiet verbirgt, die Ersatzteilversorgung. Sie macht 85 Prozent des Umsatzes in Fellbach aus.

Die Klassiker-Szene boomt, weltweit und in Deutschland. Dies lockt sogar Investoren an. Spieth weiß von Plänen in Deutschland, wonach Finanzspezialisten und Oldtimer-Fachleute einen geschlossenen Fonds planen, dessen Gelder in 200 bis 250 Oldtimer investiert werden sollen. Davon sollten etwa 60 bis 70 Prozent Mercedes-Fahrzeuge sein.

Das erhoffte Renditeziel betrage zwölf Prozent. Sicher eine sehr spezielle Anlage, aber angesichts der steigenden Preise in den USA und in Asien möglicherweise realistisch, sagen Szene-Kenner.

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