Hochtemperatur-Brennstoffzelle
Minikraftwerk fürs Auto

Der Autobauer VW favorisiert derzeit die Hochtemperatur-Brennstoffzelle als mobile Stromquelle der Zukunft.

BERLIN. Wir schreiben das Jahr 2020. Verbrennungsmotoren im Auto haben so gut wie ausgedient. Wegen ihres CO2-Ausstoßes sind sie in den meisten Ländern mit erheblichen Steuern belegt. Die hohen Kraftstoffpreise können sich ohnehin nur noch wenige Autofahrer leisten. Immer mehr Autos fahren deshalb mit elektrischem Strom. Dieser kommt aus leistungsstarken Batterien oder wird mit Hilfe eines Minikraftwerkes, befeuert mit Wasserstoff, unter der Motorhaube erzeugt – einer so genannten Brennstoffzelle.

Glaubt man dem Autobauer Volkswagen ist unsere Welt dieser Vision jetzt einen großen Schritt näher gekommen. Forschern des VW-Konzerns ist nach eigenen Angaben der „fundamentale Durchbruch“ bei der Entwicklung einer Brennstoffzelle für das Auto gelungen, die ab 2010 die ersten Testfahrzeuge antreiben könnte und um 2020 sogar die ersten alltagstauglichen und bezahlbaren VW-Serienmodelle.

Kompakter und zuverlässiger

Die vom VW-Technologiezentrum Isenbüttel entwickelte Hochtemperatur-Brennstoffzelle besitzt eine neuartige Membran und neue Elektroden und soll deshalb leichter, kompakter und zuverlässiger sein, als bisher entwickelte Brennstoffzellen, die fast alle auf der Niedrigtemperatur-Technologie basieren. „Wir glauben, dass der Hochtemperatur-Brennstoffzelle die Zukunft gehört“, sagt Jürgen Leohold, Chef der VW-Konzernforschung. Der Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle räume der Konzern dagegen keine Chancen mehr auf eine Großserienfertigung ein.

Im Klartext: Nahezu alle Brennstoffzellen-Fahrzeuge, die heute auf der Straße sind, fahren laut VW auf der falschen Spur. Denn diese funktionieren fast ausnahmslos mit einer Membrantemperatur von rund 80 Grad, die VW-Brennstoffzelle dagegen mit bis zu 160 Grad Celsius.

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