Test + Technik
Honda Accord Tourer 2.2 Cdti: Kombi im Test

Haar (dpa-infocom) - Käufer von Mittelklasse-Kombis stellen hohe Ansprüche an ihr Fahrzeug. Wichtig sind: viel Platz, gute Fahrleistungen und geringe Kosten. Neben diesen Eigenschaften bietet der Honda Accord Tourer ein schickes Blechkleid und ein gutes Fahrwerk.

Haar (dpa-infocom) - Käufer von Mittelklasse-Kombis stellen hohe Ansprüche an ihr Fahrzeug. Wichtig sind: viel Platz, gute Fahrleistungen und geringe Kosten. Neben diesen Eigenschaften bietet der Honda Accord Tourer ein schickes Blechkleid und ein gutes Fahrwerk.

In Kombination mit dem 2.2 Cdti ist er schließlich der vielleicht beste Diesel-Kombi in seinem Segment. Wir haben uns die neue Accord-Kombination genauer angesehen.

Schöner reisen

Der Accord Tourer ist eine auffällige und mit 4,75 Metern Länge wuchtige Erscheinung. Das Interieur präsentiert sich sauber, ordentlich und hochwertig. Die Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit ist vorbildlich. Im Cockpit gefallen die großen Rundinstrumente mit 3D-Durchlichttechnik und phänomenaler Ablesbarkeit. Lediglich eine Prise mehr Pep und Wohnlichkeit könnte der Innenraum vertragen.

Viel Ausstattung

Edles Ambiente bietet die Top-Ausstattung Executive. Alles drin, so das Motto der 29 815 Euro teuren Nobel-Version. Zusätzlich sind lediglich noch eine DVD-Navigation für 2 550 Euro, eine Lederausstattung für 1 850 Euro, getönte Fond-Fenster für 250 Euro und eine Metallic-Lackierung für 475 Euro bestellbar. Voll ausgestattet kostet ein Accord Tourer maximal 34 940 Euro.

Reichlich Raum

Auf den vorderen Sitzen ist das Platzangebot tadellos. Das straffe und sehr bequeme Gestühl ist absolut Langstrecken tauglich. Auf den hinteren Plätzen sitzt man aufgrund geringer Kopffreiheit nicht ganz so großzügig. Die aus der Rückenlehne kommenden Sicherheitsgurte scheuern zudem an Schulter und Hals der Fondpassagiere.

Sesam öffnet sich

Per Knopfdruck öffnet und schließt sich die Heckklappe elektrisch. Sehr geräumig wirkt der sauber verkleidete Kofferraum mit 518 Litern Fassungsvermögen. Unterm ebenen Kofferraumboden befinden sich ein großes und zwei kleinere Staufächer. Außerdem gibt es bereits serienmäßig eine Gepäckraumabdeckung und Gepäcknetze. Eine Zwölf- Volt-Steckdose und Verzurrösen runden den positiven Eindruck ab. Einfach variabel Die Erweiterung des Gepäckraums geht leicht von der Hand.

Die hintere Sitzbank ist im Verhältnis 60:40 umlegbar. Mit einer Hand zieht man einen Hebel an der rechten oder linken Seite der Rückenlehne. Dann wird der gewünschte Teil der Sitzbank einfach nach vorne gelegt. Die Kopfstützen klappen automatisch weg und die Sitzfläche gleichzeitig mit der Rückenlehne nach vorne. So wird die maximale Ladekapazität von 1 657 Litern mit nur zwei Handgriffen erreicht.

Sensationeller Selbstzünder

Der 2.2 Cdti schafft bereits die Euro-4-Norm ohne Partikelfilter. Neben den niedrigen Emissionswerten beeindruckt der Direkteinspritzer durch Kultiviertheit und gute Fahrleistungen. Das äußert leise Common-Rail-Triebwerk mit 340 Newtonmetern Drehmoment und 140 PS bietet Vortrieb ohne Turboloch oder Anfahrtsschwäche. In der von uns getesteten, 1 647 Kilogramm schweren Ausstattung Executive braucht der Accord Tourer 10,3 Sekunden von null auf 100 km/h. Mit Tempo 200 ist er zudem ein flotter Gleiter.

Geniale Schaltung

Schaltfaul lässt sich der 2.2 Cdti in der Stadt bewegen, souverän läuft er auf langen Strecken. Die hervorragend abgestufte Fünfgang- Schaltung verwöhnt mit einem unverschämt guten Schaltgefühl. Motor und Getriebe sind eindeutig referenzverdächtig. Honda hat zum Thema Diesel einen herausragenden Beitrag geleistet.

Und zudem noch sparsam

Den Durchschnittsverbrauch gibt Honda mit 5,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern an. Wir haben einen Verbrauch von 7,3 Litern ermittelt - bei zügiger Fahrweise, versteht sich. Der Accord Tourer 2.2 Cdti ist trotz seiner Kraft also durchaus sparsam. Geht nicht in die Knie Doch wer will mit diesem Auto schon Sprit sparend unterwegs sein? Honda hat mit dem neuen Accord Tourer ein besonders kurvenaktives und agiles Fahrzeug gebaut. Die sportliche Fahrwerksabstimmung geht zwar zulasten des Komforts. Dafür ist es schwierig, den großen Kombi selbst bei flottem Fahrstil in die Knie zu zwingen. Hohe Lenkpräzision und exakt dosierbare, standfeste Bremsen unterstützen die souveränen Fahreigenschaften. Fahrhilfen sind ABS, ein elektronischer Bremskraftverteiler, ein Bremsassistent und das Stabilitätsprogramm VSA. Eine Traktionskontrolle gibt es nicht.

Fazit: Komfortabler Sportkombi mit sehr viel Platz und genialem Dieselantrieb

In der Einstiegsversion kostet der Accord Tourer 2.2 Cdti 27 660 Euro. Damit ist er kein Schnäppchen mehr im Segment der etwa 4,70 Meter langen Diesel-Kombis. Vergleichbare Konkurrenten wie den Mazda sechs gibt es ab 25 220 Euro, den Vectra Caravan ab 26 095 Euro. Dennoch ist der Accord Tourer ein sehr überzeugendes Angebot. Bereits die Limousine hat ihre überaus gelungene Mischung aus Komfort und Sportlichkeit beeindruckend unter Beweis gestellt. Dies ist auch mit dem Tourer in der neuen Diesel-Version gelungen.

Vor allem mit dem neuen Common-Rail-Direkteinspritzer dürfte der Accord derzeit so ziemlich alle Konkurrenten in den Schatten stellen. Kultiviert, druckvoll und dennoch ökonomisch - mit diesen Eigenschaften ist der 2.2 Cdti absolute Spitzenklasse.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%