Honda Africa Twin
Später Nachfolger

Honda legte die neue „Africa Twin“ für ernsthafte Offroad-Einsätze aus. Allerdings mussten Kunden 15 Jahre nach der Einstellung des Vorgängermodells warten und haben inzwischen andere Marken ausprobiert.
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Es hat lange gedauert: 15 Jahre sind seit der Produktionseinstellung des Honda-Modells XRV 750, besser bekannt als „Africa Twin“, vergangen, ehe im Dezember dieses Jahres die ersten Fahrzeuge des gleichnamigen Nachfolgemodells zu den Honda-Händlern eintreffen sollen. Der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wird die Africa-Twin des Modelljahres 2016 auf der Mailänder Motorradmesse EICMA (17. bis 22. November 2015); ihr Modellcode lautet jetzt CRF 1000L.

Bereits jetzt hat Honda die letzten noch fehlenden technischen Daten bekanntgegeben. Insbesondere aus der beträchtlichen Länge der Federwege von 230 Millimetern vorne und 220 Millimetern hinten darf man auf gutes Schluckvermögen der Federung auf unbefestigten Straßen schließen.

Auch die  moderaten Reifenbreiten sowie der mit 21 Zoll erfreulich große Durchmesser des Vorderrades lassen erwarten, dass sich die neue Africa Twin sowohl für die KTM Adventure 1050 wie auch für die BMW F 800 GS zur starken Konkurrenz entwickeln wird.

Während die noch immer von vielen Honda-Fans geschätzte Africa-Twin-Maschinen der Baujahre 1990 bis 2000 von einem V2-Motor mit 750 Kubikzentimetern Hubraum angetrieben worden ist, setzt Honda beim Neumodell auf einen Zweizylinder-Paralleltwin mit knapp einem Liter Hubraum. Mit 70 kW/95 PS leistet der 998 Kubikzentimeter-Vierventiler gut 50 Prozent mehr als der 60 PS leistende Dreiviertelliter-Dreiventilmotor.

Ähnlich stark wie die Leistung ist das maximale Drehmoment gestiegen, nämlich von 68 Nm bei 5.500/min. auf 98 Nm bei 6.000/min. Das Sechsganggetriebe der neuen Africa-Twin weist einen Gang mehr auf als das des Vormodells.

Alternativ ist die neue CRF 1000L allerdings auch mit einem hochinnovativen Doppelkupplungsgetriebe lieferbar, das auf den seit einigen Jahren angebotenen DTC-Getrieben der Japaner beruht, für den Offroad-Einsatz aber deutlich weiterentwickelt worden ist. Es handelt sich im Grunde um ein mechanisches Sechsganggetriebe, dessen Gänge dank der im Ölbad laufenden zwei Mehrscheibenkupplungen elektrohydraulisch geschaltet werden.

Das Doppelkupplungsgetriebe stellt im S-Modus für sportliche Fahrweise drei Programme für das automatisierte Schaltverhalten zur Auswahl. Sollte zusätzlich über jederzeit mögliche manuelle Schaltmanöver ein Gangwechsel angeregt werden, kehrt das System über eine intelligente Memory-Funktion anschließend in den vorher gewählten S-Automatikmodus zurück.

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