Honda Civic Type R
Ein Spaßmobil rundum

Nach fünf Jahren Pause gibt es wieder eine Sportversion des zivilen Honda Civic. Der neue Type R vertraut auf den Frontantrieb des Normalmodells, schickt dabei aber gut 300 PS an die Vorderräder.
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Für den größten Teil der Auto-Gemeinde ist dieser Neuling wohl der Prototyp eines Donnerbolzens, Krawallmachers und ein belächeltes Instrument zur Bewältigung von persönlichen Aufmerksamkeits-Defiziten. Für echte Fans dagegen stellt der Honda Civic mit dem Zusatz „Type R“ das Nonplusultra straßentauglicher Rennwagen im Kompaktformat dar, dessen Motorsound einer Nürburgring-Sonate gleichkommt und dessen knochenhartes Fahrwerk die Fitness der Bandscheibe auf die Probe stellt.

Jedenfalls gibt es nach längerer Pause den stärksten Civic wieder, mit seinen 310 PS die derzeit sportlichste Art einen Honda zu bewegen. Zumindest bis sich im Herbst der sicher dreimal so teure Super-Renner NSX auf die deutschen Straßen wagt. Mit seinem Preis von 34.000 Euro ist der Japaner eine Kampfansage an die wenigen europäischen Konkurrenten wie den Seat Leon Cupra oder den Opel Astra OPC.

Natürlich ist auch die Top-Version sofort als Abkömmling des Normal-Civic zu erkennen. Dessen mutiges Blechkleid allerdings traf bislang nicht wirklich den Geschmack der deutschen Interessen in der Golf-Klasse. Von den Verkaufszahlen früherer Jahre ist der heutige Civic weit entfernt.

Wobei er durchaus ein Hingucker ist und ein Unikat, das sich dem Trend zur leicht verwechselbaren Form von Golf, Astra, Peugeot und Co. hartnäckig widersetzt. Der grimmige Blick aus schmalen Scheinwerferaugen, der nach unten gezogene mittlere Lufteinlass, das kuppelförmige Passagierabteil, das abgehackte Hinterteil – alles ist beim Civic etwas anders als gewohnt. Dazu ein futuristischer Innenraum mit drei Rundinstrumenten direkt hinter dem Lenkrad und dem Digitaltacho kurz vor der Windschutzscheibe.

Beim „Type R“ steht der Buchstabe nicht für „Rabauke“, sondern ganz simpel für „Racing“. Er wurde mit diversen Anbauteilen geschmückt die ihn schon im Stand richtig schnell aussehen lassen: Eine schmale Lippe rund um den Bug, Luftauslässe an den Seiten, Radhausverbreiterungen und ein gewaltiger Heckspoiler. Manches wirkt harmonisch in die bekannte Civic-Form eingepasst, manches dagegen schlicht drangepappt wie zum Beispiel die Verbreiterung der hinteren Räder.

„Alles ist wichtig, um dem Type R bei hohen Geschwindigkeiten mehr Anpressdruck zu verleihen“, erklärt Projektleiter Hisayuki Yagi aus der Honda-Entwicklungsabteilung. Damit meint er vor allem den glatten Unterboden, der durch seine Gestaltung dafür verantwortlich ist, dass sich der Civic förmlich auf dem Asphalt festsaugt.

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