Honda HR-V
Frischer Wind im Großstadt-Dschungel

Renault Captur, Mazda CX-3, Nissan Juke und Fiat 500 X bekommen Konkurrenz. Als nächster Importeur springt Honda auf den Trend zum kleinen Geländewagen auf und bringt den HR-V in den Handel.
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BerlinGanz neu ist die Idee nicht. Denn so ein SUV hatten die Japaner von 1999 bis 2005 schon einmal am Start. Doch während es damals vor allem um das schräge Design ging, will die mindestens 19.990 Euro teure Neuauflage diesmal auch als Familienfreund punkten - mit viel Platz und Variabilität, mit sparsamen Motoren und zahlreichen Sicherheitsfeatures.

Genau genau wie sein Vorgänger hat auch der neue HR-V wieder ein sehr expressives Design - nur dass es diesmal deutlich gefälliger ist. Die Front ist markant, aber lange nicht so verspielt wie beim Civic, die Flanken wirken mit dem stark geschwungenen Dach, den spitz zulaufenden Seitenscheiben und den versteckten hinteren Türgriffen betont sportlich. Und das Heck sieht knackiger aus, als man das bei einem angeblich doch so praktischen Auto vermuten würde.

Außen pfiffig, innen praktisch

Doch beim Einsteigen macht der HR-V einen ganz anderen Eindruck. Vor allem hinten. Vorn fühlt man sich trotz der hohen Sitzposition und dem guten Ausblick ein bisschen wie in einem Sportwagen. Denn die Scheibe steht so flach und die Mittelkonsole ist hoch gebaut. Doch hinten wähnt man sich fast wie in einem Van.

Die Beinfreiheit ist für ein Auto von der Länge eines VW Golfs großzügig, der Scheitel schleift noch lange nicht am Dach, und wenn man sich nicht gerade zu dritt auf die Bank quetscht, geht es auch um die Schultern hübsch luftig zu.

Die große Stunde des HR-V schlägt erst, wenn es ums Laden geht. Denn zu dem mit 470 Litern üppigen Kofferraum und einer niedrigen Ladekante gibt es wie im Plattform-Bruder Honda Jazz eine besonders schlaue Rückbank. Dort kann man nicht nur die Lehnen umlegen und so das Fassungsvermögen auf 1.533 Liter erweitern. Man kann auch die Sitzkissen aufstellen. Dann wächst der Fußraum im Fond zum zweiten Gepäckabteil und man kann auch hohe Gegenstände problemlos transportieren.

Hübsches Ambiente, moderne Ausstattung

Wer damit noch nicht zufrieden ist, der macht zudem den Beifahrersitz flach und bekommt auch lange Latten an Bord. Dazu gibt es zahlreiche Ablagen, von denen die pfiffigsten unter der Mittelarmlehne stecken. Denn Honda nutzt die große Tiefe dieser Konstruktion und zieht in den Becherhaltern eigens einen Zwischenboden ein. So fallen die Dosen nicht durch und man kann darunter zum Beispiel Wertgegenstände verstecken.

Neben dem intelligenten Interieurkonzept überzeugt der HR-V zudem mit einer bei Honda lange vergessenen Feinfühligkeit bei der Materialauswahl sowie einer Reihe zeitgemäßer Extras und Assistenten. So funkeln im Cockpit nun ein großer Touchscreen mit Online-Anbindung und die Klimazentrale stiehlt jedem Tablet-Computer die Schau.

Damit man auch im dicksten Gewühl kein Knöllchen riskiert, lässt sich der Tempomat an die Geschwindigkeitsbegrenzung koppeln. Selbst notorische Bleifüße will der HR-V kurieren und belohnt einen sparsamen Fahrstil mit einem grünen Lichterkranz um den Tacho.

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