Hybridantriebe senken Kraftstoffverbrauch
Kleine Transporter stoßen weniger Schadstoffe aus

In Mailand und Turin flitzen sie schon von Haushalt zu Haushalt und liefern Päckchen und Pakete aus. In einem Test eines großen Logistikers sollen zehn Iveco-Daily-Transporter beweisen, dass sie fit sind für den täglichen Einsatz in der Paketzustellung. So weit nichts Besonderes, wenn die Dailys nicht einen Hybridantrieb unter der Haube hätten.

DÜSSELDORF. Der Hybridantrieb soll den Kraftstoffverbrauch der Transporter im Stadtverkehr um bis zu 30 Prozent senken. Der Beginn der Serienproduktion ist für Ende 2009 geplant.



Hybridantriebe sind ein großes Thema auf der IAA, denn dort bestimmen zwei Faktoren den Transportermarkt: die strikten Umweltbestimmungen im Stadtverkehr und das Wachstum im KEP-Markt (Kurier-, Express- und Paketdienst).





KEP-Dienste sind neben Handwerkern die wichtigste Käufergruppe der leichtgewichtigen Transporter. "Bis zum Jahr 2010 werden Kurier-, Paket- und Expressdienste allein in Deutschland 2,5 Mrd. Einzelzustellungen pro Jahr leisten müssen. Die Konsequenz daraus: Der Markt der leichten Nutzfahrzeuge wird in den nächsten Jahren deutlich anziehen", sagt Stefan Schaller, Sprecher des Vorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge. Er erwartet in den nächsten zehn Jahren einen weltweiten Anstieg im Transportermarkt um mehr als 30 Prozent, vor allem wegen der Nachfrage aus den Schwellenländern. In Argentinien will VW daher einen robusten, offenen Pick-up für Schwellenmärkte produzieren. Ab dem Jahr 2009 soll das Gefährt mit dem Arbeitsnamen Robust Pickup vom Band laufen.





Da die kleinen Transporter vor allem in Ballungsräumen unterwegs sind, sollen sie so wenig Emissionen wie eben möglich produzieren. Dazu setzen die Hersteller auf die Reduzierung des Verbrauchs, auf alternative Antriebe sowie auf alternative Kraftstoffe. Volkswagen etwa zeigt in Hannover unter anderem den Caddy Bluemotion als umweltfreundliches Modell. Der Caddy ist das kleinste Nutzfahrzeug der Wolfsburger Autobauer.





"Durch zahlreiche technische und aerodynamische Maßnahmen konnten wir den Verbrauch um einen halben Liter reduzieren", sagt Schaller. Jetzt soll er bei 5,7 Litern auf Hundert Kilometer liegen: Das entspräche einer CO2-Emission von 149 Gramm pro Kilometer. "Um diese Verbesserungen zu erreichen, wurde das Motormanagement modifiziert, das Schaltgetriebe länger ausgelegt sowie aerodynamische Feinarbeit geleistet", sagt Schaller. In Vorbereitung ist eine Bluemotion-Version des leistungsstärkeren und größeren Crafter, die gegenüber dem Serienmodell ebenfalls weniger Sprit schluckt. Die Bezeichnung Bluemotion steht bei VW für Fahrzeugmodelle mit verbesserter Umweltverträglichkeit.



Fraglich ist , ob Hybridfahrzeuge bei den leichten Nutzfahrzeugen genügend Kaufanreize bieten. "Hybrid ist bei viel Stop-and-go-Verkehr eine Alternative", sagt Hendrik Starup, Vorstand Vertrieb und Marketing von Iveco Magirus und verspricht für Hannover: "Wir werden das Thema Hybrid ausführlich behandeln." Iveco zeigt verschiedene Hybridmodelle für Verteilerverkehrs-LKWs.

Seite 1:

Kleine Transporter stoßen weniger Schadstoffe aus

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%