Hyundai Curb : Nicht ohne meine Bookmarks

Hyundai Curb
Nicht ohne meine Bookmarks

Ungewöhnliche Wege schlägt die Studie Curb ein, die Hyundai in Genfer vorstellt. Das Konzeptfahrzeug ist speziell für eine junge Generation konzipiert, die auch im Auto angeblich vollflächig vernetzt sein will.
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GenfAm Lac Leman zeigt der südkoreanische Hersteller Hyundai ein Konzeptfahrzeug, dessen Beiname HCD-12 (Hyundai California Design) auf seine amerikanische Herkunft hinweist. Genau wie die zuletzt von BMW vorgestellte Studie Vision Connected Drive ist es ganz speziell für eine junge Generation konzipiert, die angeblich in unseren Großstädten lebt und auch während der Fahrt im Auto vollflächig vernetzt sein muss. Mit Internet-Anbindung, sozialem Netzwerk und jeder Menge Unterhaltungsprogramm.

Optisch wirkt der knapp 4,20 Meter lange Curb mit seinen kurzen Karosserieüberhängen und den (garantiert total unkomfortabel abrollenden) 22-Zoll großen Leichtmetallrädern im Fünf-Speichen-Design recht kraftvoll, eben so wie man sich ein SUV für die Stadt vorstellen kann. Offiziell hat die Marketingabteilung das Konzept aber "Urban Activity Vehicle" getauft, und will sich zu den Chancen einer Serienfertigung noch nicht äußern.

Mit seinen Abmessungen könnte der Curb aber gut gegen den ebenfalls auffällig designten Nissan Juke antreten.

Die hohe Gürtellinie betont die flach stehende, um die A-Säulen herumlaufende Windschutzscheibe, die optisch nahtlos in das schmale Band der Seitenfenster übergeht.
Der Zugang zum Innenraum erfolgt über die Berührung eines Touchpads an den sich gegenläufig öffnenden und schießenden Türen. Der Verzicht auf eine B-Säule erleichtert das Einsteigen.

Im Stadtauto erwartet die Insassen dann eine total vernetzte Welt. Die Hyundai-Technologie „Blue Link“ soll mit zahlreichen Multimediakomponenten für gute Unterhaltung und Internetdienste für soziale Vernetzung sorgen.

Ein Head-up-Display (HUD) überträgt sowohl Navigationsdaten, als auch die Bilder aus der Rückfahrkamera halbtransparent ins Sichtfeld des Fahrers. Auf einen Bildschirm können außerdem Informationen zur Fahrzeugdiagnose, Internet-Anwendungen und Video-Telefonate übertragen werden.

Motorisiert ist der Curb mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Benzin-Direkteinspritzer, der 175 PS leistet. Er ist mit einem Doppelkupplungsgetriebe und einer Start-Stopp-Automatik versehen.

Im Gegensatz zum Fahrzeugkonzept ist die Technik unterm Blechkleid keine Zukunftsmusik: Die gibt es in diesem Jahr bereits in einigen Serienmodellen von Hyundai zu kaufen.

Ob das zukunftsweisende und vernetzte Multimedia-Angebot bei BMW, Hyundai und Co. tatsächlich im Auto gebraucht und vom Kunden gewünscht wird, oder ob es sich eher um die wiederholte Vorführung des technisch Machbaren handelt, wird sich wohl erst in einigen Jahren sagen lassen. Fährt die Jugend wirklich auf rollende Handys ab? Es bleibt gesunde Skepsis angebracht, denn es gibt auch Studiem, die besagen, junge Großstädter wollen gar kein eigenes Auto mehr.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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