IAA 2009
„DDR-Rennpappe“ feiert Revival als Elektroauto

Ein Kleiner könnte den Großen bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) die Show stehlen: das Ossi-Kultauto Trabi.
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dpa DIETENHOFEN/FRANKFURT. Nachdem der "NewTrabi" noch 2007 lediglich als Modell zu bewundern war, will ein Entwickler-Konsortium an diesem Dienstag der Autowelt eine Konzeptstudie präsentieren. Die neue "Rennpappe", wie DDR-Bürger den Trabi einst liebevoll nannten, soll nach den Vorstellungen der Entwickler klein, kultig und vor allem umweltfreundlich sein.

"Schon jetzt ist das Medieninteresse aus der ganzen Welt sehr groß", erzählt der Sprecher des fränkischen Miniaturherstellers Herpa, Daniel Stiegler. Mit Spannung wird die Rückkehr des legendären Trabi erwartet ­ viele Journalisten wollten nur eins: ein Foto. Doch das gibt es erst bei der Weltpremiere auf der IAA. "So lange bleibt der Trabi noch verhüllt", sagt Stiegler. Neben Herpa gehören dem Konsortium der freiberufliche Autodesigner Nils Poschwatta sowie der Karosseriebauer Indikar aus Wilkau-Haßlau bei Zwickau an.

Die Idee für die Trabi-Renaissance hatte Herpa-Geschäftsführer Klaus Schindler bereits bei der IAA 2007 ins Spiel gebracht; das Trabant-Miniaturmodell verkauft sich auch rund 20 Jahre nach der Wende immer noch ausgesprochen gut. Und so ließ er dem Klassiker ein modernes Design verpassen. Mit einem Modell des "NewTrabi" im Maßstab 1:10 überraschte die Firma vor zwei Jahren Fachwelt und Besucher und zog das Medieninteresse auf sich. Die positive Resonanz aus der ganzen Welt lieferte den Anstoß, das Projekt ernsthaft weiter zu verfolgen.

Autodesigner Nils Poschwatta war von dem Projekt derart überzeugt, dass er seinen sicheren Arbeitsplatz bei Volkswagen kündigte und das noch streng geheime Design grundlegend überarbeitete. So verraten die Entwickler: "Entstanden ist ein moderner Trabant, der seine Herkunft nicht verleugnet."

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