Im Test fallen die meisten durch
Sicherheitsrisiko Elektro-Fahrrad

Sie sind eigentlich eine große Erfolgsgeschichte: Von Jahr zu Jahr steigen die Verkaufszahlen der Elektro-Fahrräder. Aber jetzt schlagen ADAC und Stiftung Warentest wegen miserabler Test-Ergebnisse Alarm.
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München/DüsseldorfMichael Groschek glaubt an eine von Bürgern bezahlbare Revolution im Kleinen: „Die E-Mobilität des vor uns liegenden Jahrzehnts wird durch Pedelecs und Zweiräder bestimmt, nicht durch Elektromobilität im automobilen Sinn“, sagt der NRW-Verkehrsminister – und widerspricht damit im Rahmen des Elektroauto-Gipfels den hochfliegenden Plänen von Bundesregierung und Autoherstellern. Der SPD-Mann bezieht damit Gegenposition zu Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der die Marktchancen für E-Autos betont positiv sieht. Aber die Statistik gibt Groschek recht.

Während die Zahl der zugelassenen Elektroautos mit einigen Tausend weiter überschaubar bleibt, brummt das Geschäft mit Fahrrädern, die einen Elektromotor haben. Immer mehr junge Städter nutzen statt des Autos ein Elektrorad. Der Absatz stieg 2011 um 55 Prozent, 2012 kletterte er um weitere 15 Prozent. Fahrräder mit Elektromotor machen nach Angaben des ADFC schon zehn Prozent des Gesamtmarkts aus.

Insgesamt sind mittlerweile mehr als 1,3 Millionen E-Bikes auf Deutschlands Straßen unterwegs. Damit zählt Deutschland neben den Niederlanden als das absatzstärkste Land für Elektrofahrräder. Knapp 35 Prozent des gesamten E-Bike-Absatzes in Europa entfallen allein auf Deutschland.

Pedelecs machen nach Schätzung des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) ca. 95 Prozent der insgesamt verkauften E-Bikes aus. Die restlichen fünf Prozent verteilen sich auf S-Pedelecs und andere Varianten. Hersteller und Händler freuen sich über mehr Umsatz und höhere Gewinne dank Elektrounterstützung.

Europaweit wurden 2012 rund 1,1 Millionen E-Bikes verkauft, davon 380.000 in Deutschland. Zieht man den Schienenverkehr einmal ab, so besteht die wirkliche Elektromobilität zu mehr als 99 Prozent aus Pedelecs.

Die durchaus schwungvolle Fahrt könnte nun aber durch zwei echte Hürden gebremst werden: Zum einen durch das schlechte Wetter des Frühjahrs, das Handel und Hersteller das Geschäft bislang vermiest - zum anderen durch die aktuellen Ergebnisse eines Pedelec-Tests von ADAC und Stiftung Warentest, die kaum schlechter ausfallen könnten.

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  • @Marvel
    Nicht unbedingt nur, wenn man körperlich eingeschränkt ist. Eine mehrwöchige Tour auf den traumhaften Fernradwegen in Bayern, Österreich und Italien mit je zwei Packtaschen am Vorder- und Hinterrad macht einfach mehr Spaß, wenn man sich nicht so schinden muss. Ich hätte mir auch dann ein Pedelec gekauft, wenn ich die Gelenke nicht schonen müsste.

    Im Übrigen bin ich aus der Pedelec-Erfahrung heraus völliger Gegner des E-Autos zum jetzigen Zeitpunkt. Das kann niemals klappen, und da ich die Akku-Problematik schon seit 20 Jahren aus anderen Gründen verfolge, gehe ich davon aus, dass eine befriedigende Lösung so rasch nicht kommt. Auch die E-Bike-Akkus taugen noch nichts und sind extrem teuer, aber das E-Bike kann man auch mit leerem Akku fahren, das Auto nicht.

  • Ich frage mich, wie man mit diesem Versuchsaufbau einen Rahmenbruch herbeiführen konnte. Das Rad ist statisch eingespannt durch eine Befestigung an der Gabel und Zugseile am Lenkerende. Zusätzliche Seile mit Gummibändern am Gepäckträger hinten sollen verhindern, daß das Hinterrad "springt". Die einzige Möglichkeit Lastwechsel herbeizuführen, resultiert aus einer Drehzahländerung des Testmotors, der auf der Sattelstütze montiert ist.

    Für einen Lenkerbruch gilt das gleiche. Die Teile brechen durch Wechselbelastung (rechts und links auf die Pedale treten, auf unebenem Weg fahren). Nichts dergleichen ist hier realisiert.

    Sehr zweifelhaft das ganze.

    Heiko Hartje

  • Nun ja, die Behauptung, dass ich kein Rad fahren sollte ist natürlich Unsinn. Ist eher andersrum. Alles unter 5 Kilometern fahre ich immer mit dem Rad und zwar nur in hohen Geschwindigkeiten. Und sonst halt Rennrad auf Wettkämpfen etc. Ich behaupte eher mich als extrem fit zu bezeichnen. Ins schwitzen komme ich jedenfalls nicht, wenn ich mit dem Rad rumfahre.

    Aber das Argument, dass man so ein E-Bike braucht, wenn man körperlich behindert ist lasse ich gelten. Darüber habe ich nicht nachgedacht. Dann mal gut Tritt. ;-)

    VG
    Marvel

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