
Hallo,
mir ist ein totales Rätsel was man überhaupt mit einem Fahrrad will, dass durch einen Elektromotor angetrieben wird. Das ist für mich ein Widerspruch in sich. Da könnte man ja auch bei einem Auto den Motor ausbauen und durch Ketcar Pedalen ersetzen. Das wäre das selbe.
Ein Fahrrad ist doch dazu da, um mit Muskelkraft bewegt zu werden. Wenn ich zu faul zum strampeln bin nehme ich einen Roller, Motorrad, Mofa, Auto, ... usw.
Oder: Warum nicht Inline Skates mit einem Elektromotor ausstatten.
Oder warum werden Ruderwettkämpfe mit Rudern bestritten. man könnte doch einen Aussenbordmotor anbringen. Man ist dann schneller + braucht keine Kraft mehr aufwenden.
Mir echt ein totales Rätsel was ein Fahrrad mit einem Motor zu tun hat....
Marvel

@marvel_master
Tja, vielleicht einfach mal selbst ausprobieren, was es heisst mit einem normalen Fahrrad ins Büro zu fahren, vielleich noch mit der einen oder anderern Steigung dabei. Wenns dann im Büro keine Dusche gibt, die KOllegen freuen sich übers kräftige Aroma.
Oder wenn Mutti beim Sonntagsausflug mithalten können will.
Allzuviel Phantasie brauchts nun wirklich nicht um zu erkennen, das marvel_master wohl zur harten Automobilfraktion gehört, die nur einfache Antworten kennt.

Ich fahre seit 4 Jahren Pedelec und bin begeistert davon. Man kommt irgendwann in das Alter, wo man eben nicht mehr so fit ist oder sogar echte gesundheitliche Probleme hat, wie z.B. bei Arthrose. So ist das bei mir, obwohl oder gerade weil ich viele Jahre aktiv Sport gemacht habe. Zudem wohne ich in einem Mittelgebirge, wo es dauernd rauf und runter geht, und ich komme nicht gerne verschwitzt an.
Ein anderer Aspekt ist der ungeminderte Spaß ohne Schinderei auf langen Touren mit viel Gepäck. Ich kann landschaftlich schöne, abgelegene Strecken fahren, die nur mit Rad oder zu Fuß erlaubt sind. Das ist kein Vergleich mit dem Mofa, Motorrad oder dem Auto, wo ich auf der (zudem gefährlichen) Straße bleiben muss.
Da die Motorunterstützung dosierbar ist, habe ich immer genau die körperliche Betätigung, die mir zusagt und muss mich nicht überanstrengen. Es gibt zudem Pedelecs, die echt stark aussehen und nicht wie ein Rad für Oma und Opa daherkommen.

So ein Argument kann nur von jemandem kommen der in seinem Leben nie Fahrrad fährt!

Nun ja, die Behauptung, dass ich kein Rad fahren sollte ist natürlich Unsinn. Ist eher andersrum. Alles unter 5 Kilometern fahre ich immer mit dem Rad und zwar nur in hohen Geschwindigkeiten. Und sonst halt Rennrad auf Wettkämpfen etc. Ich behaupte eher mich als extrem fit zu bezeichnen. Ins schwitzen komme ich jedenfalls nicht, wenn ich mit dem Rad rumfahre.
Aber das Argument, dass man so ein E-Bike braucht, wenn man körperlich behindert ist lasse ich gelten. Darüber habe ich nicht nachgedacht. Dann mal gut Tritt. ;-)
VG
Marvel

@Marvel
Nicht unbedingt nur, wenn man körperlich eingeschränkt ist. Eine mehrwöchige Tour auf den traumhaften Fernradwegen in Bayern, Österreich und Italien mit je zwei Packtaschen am Vorder- und Hinterrad macht einfach mehr Spaß, wenn man sich nicht so schinden muss. Ich hätte mir auch dann ein Pedelec gekauft, wenn ich die Gelenke nicht schonen müsste.
Im Übrigen bin ich aus der Pedelec-Erfahrung heraus völliger Gegner des E-Autos zum jetzigen Zeitpunkt. Das kann niemals klappen, und da ich die Akku-Problematik schon seit 20 Jahren aus anderen Gründen verfolge, gehe ich davon aus, dass eine befriedigende Lösung so rasch nicht kommt. Auch die E-Bike-Akkus taugen noch nichts und sind extrem teuer, aber das E-Bike kann man auch mit leerem Akku fahren, das Auto nicht.

Die Abwertung für das preiswerte Pedelec (Top Velo Alu-Elektro-Fahrrad 28") kann ich nicht nachvollziehen. Meine Mutter (76) hat das (weitgehend) baugleiche Prophete E100 (aus einem REAL Markt) nun schon seit knapp 2 Jahren (in täglichem, ganzjährigem Einsatz) und die Bremsen sind absolut adäquat, zumal ja auch noch eine (brauchbare) Rücktrittbremse zusätzlich vorhanden ist.
Verarbeitungsmängel gibt es zwar (etwas Flugrost, teilw. schlampiger Zusammenbau) aber nichts Gravierendes. Rahmen und Lenker sind auch absolut stabil.
Das Antriebskonzept mit Motor im Vorderrad ist gerade für Ältere oder technisch Uninteressierte mMn die beste Lösung, die Steuerung über den "Tretsensor" ist zwar einfach aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch die Reichweite (noch mit 24 Volt Akku) ist OK, auch und sogar im Winter.
Meine Mutter gibt das Ding jedenfalls nicht mehr her :-D außer im Tausch gegen ein neues und da gäbe es absolut keinen Grund, nicht wieder einfach das Nachfolgemodell für ebenfalls ca. 6-700 Euro zu kaufen.

Das größte Risiko stellen die meist bereits angegrauten E-Biker selbst dar. Wer offenbar noch nie irgendeine Fahrprüfung im Leben abgelegt hat und somit nicht einmal die grundlegensten Verkehrsregeln kennt, sollte die Dinger gar nicht fahren dürfen.

Man sollte wohl eher den Verkehrsrowdies die Lizens entziehen und die Fahrradfahrer in Ruhe lassen!

Mich würde besonders interessieren, wie man zu einem so niedrigen Durchschnittspreis kommen kann. Meiner Meinung nach hat man hier vorne eine 1 vergessen. Wenn Ja: Hoffentlich hat man beim Test nicht so geschlampt wie beim Durchschnittspreis.