In 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Spritziger Sportler: Seats neuer León Cupra

„Von der Rennstrecke auf die Straße“ ist ein beliebtes Motto der Automobilhersteller, um die Sportlichkeit ihrer Modelle zum Ausdruck zu bringen.

dpa-infocom HAAR. Seat treibt dieses Spielchen noch weiter und gibt dem León-Topmodell den Beinamen Cupra. Der Begriff setzt sich aus „Cup“ und „Racing“ zusammen, also den englischen Begriffen für „Pokal“ und „Rennen“.

Zielsetzung der Seat-Ingenieure war es, eine Straßenversion des bereits in der ersten Rennsaison erfolgreichen León Wtcc zu entwickeln. Die Wtcc ist die World Touring Car Championship, sozusagen das weltweite Pendant zur deutschen Tourenwagenmeisterschaft. Als Grundlage für den Motor dient der Zweiliter-Tfsi-Motor vom Mutterkonzern VW. Das Triebwerk ist zum Beispiel aus Golf GTI und Audi S3 bekannt. Leistungsmäßig positioniert Seat den 240 PS starken León Cupra zwischen den beiden Geschwistern. Der GTI hat eine Leistung von 200 PS und der Audi wird von 265 PS angetrieben. Die Leistungssteigerung gegenüber dem GTI erreichten die spanischen Ingenieure durch eine verbesserte Direkteinspritzung und eine optimierte Turboaufladung. Laut Auskunft von Seat wäre mit demselben Motor rein theoretisch noch eine weitere Leistungssteigerung möglich.

Dass der León Cupra seinem Namen alle Ehre macht, beweist allein schon der Blick auf das Datenblatt. 6,4 Sekunden verstreichen, bis die Tachonadel die 100-km/h-Marke passiert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 247 km/h. Den Tritt aufs Gaspedal nimmt der Spanier spontan an und sprintet auch im oberen Geschwindigkeitsbereich beherzt nach vorne.

Weniger ungefederte Masse

Um das Fahrwerk der Motorleistung anzupassen, werden Achsschenkel und Trapezlenker aus Aluminium anstatt aus Stahl gefertigt. Diese Maßnahme verringert das Gewicht der ungefederten Masse an der Vorderachse um 7,5 Kilogramm. Außerdem wurde gegenüber dem León FR die Bodenfreiheit um weitere sieben Millimeter verringert. So lässt sich Seats neues Topmodell direkt und sehr präzise durch enge Kurven lenken, ohne dabei auch nur ein bisschen ins Wanken zu geraten. Die Abstimmung ist nahezu perfekt, sportlich straff und dennoch komfortabel. Die leichtgängige Lenkung gibt zu jeder Zeit eine gute Rückmeldung, jedoch schiebt der León Cupra wie viele seiner Kollegen aus der frontgetriebenen Sport-Abteilung bei unsauberer Fahrweise in engen Kurven etwas über die Vorderräder. Ähnlich wie beim León FR quietschten bei einer etwas forscheren Kurventechnik zu Beginn unserer Probefahrt die montierten Pirelli-Reifen. Zu einem späteren Zeitpunkt lies sich dieser Mangel nicht mehr feststellen. Es scheint, als ob die Reifen eine gewisse Aufwärmphase benötigen, um den idealen Grip zu liefern.

18-Zöller und rote Bremssättel

Die Optik des Cupra steht Motor und Fahrwerk in nichts nach. Der mächtige Stoßfänger ist bereits vom León FR bekannt und unterstreicht das sportliche Bild. Vor allem die 18 Zoll großen Doppelspeichenfelgen mit den 225er-Reifen und die großen, dahinter liegenden Bremsscheiben mit den rot lackierten Bremssätteln ziehen die Blicke auf sich. Für alle Unwissenden prangt am Heck ein nicht zu übersehender Cupra-Schriftzug. Weitere auffällige Merkmale sind die schwarzen Außenspiegel-Gehäuse, das ovale Endrohr und der schwarze Diffusor, der an den León Wtcc erinnern soll.

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