In 7,1 Sekunden auf Tempo 100
Kleiner Kurvenfeger aus Frankreich: Peugeot 207 RC

Die Wolken hängen tief über den Hügeln, der Wind peitscht den Regen durch die Weinberge - doch der Peugeot 207 RC zeigt sich davon unbeeindruckt. Er nimmt die Teststrecke, einen Abschnitt der ehemaligen Rallye Vorderpfalz in Rheinland-Pfalz, in beachtlichem Tempo.

dpa-infocom HAAR. Wie so oft bei PS-starken Autos sieht man dem 207 RC seine Kraft auf den ersten Blick nicht an. Zu erkennen ist der potente Kleinwagen an den 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, den silbernen Rückspiegeln, den getönten Heckscheiben, dem Dachkantenspoiler, dem Doppelendrohr und den Seitenbeplankungen in Wagenfarbe. Beim Top-Modell RC Cup ist außerdem der hintere Stoßfänger in Wagenfarbe lackiert.

Das Herzstück des 207 RC ist der in Zusammenarbeit mit BMW entwickelte 175-PS-Benzin-Direkteinspritzer. Derselbe Motor kommt im Mini Cooper S zum Einsatz. Das 1,6-Liter-Aggregat beschleunigt den Wagen aus dem Stand in 7,1 Sekunden auf Tempo 100. Wenn nötig, wandert die Tachonadel bis 220 Stundenkilometer (km/h). Peugeot gibt für den 207 RC einen Durchschnittsverbrauch von 7,2 Litern an, der Mini braucht aufgrund seines Gewichtsvorteil von 120 Kilogramm 6,9 Liter. Trotz des höheren Gewichts beschleunigt der 1 325 Kilogramm schwere Franzose sehr zügig, und auch der Sound des Doppelendrohres bestätigt den sportlichen Charakter.

Sauber in der Spur

Der sportliche Eindruck wird durch das Sportfahrwerk verstärkt, das an die gehobenen Fahrleistungen angepasst wurde. Die Federung ist straff und harmoniert mit dem sportlichen Gesamtkonzept des Autos. Das sonst bei frontgetriebenen Fahrzeugen oft auftretende Untersteuern kennt der flinke Franzose praktisch nicht. Auch beim Beschleunigen in der Kurve bleibt er in der Spur. Dennoch bietet er ausreichend Komfort für den Alltagsgebrauch. So lassen sich auch längere Strecken bequem zurücklegen.

Als technisches Schmankerl bietet der 207 RC als erstes Fahrzeug seiner Klasse das so genannte Steering Stability Programm (SSP). Dieses System ermöglicht ein Zusammenwirken von ESP und elektrischer Servolenkung. Werden beim Abstoppen die rechten und linken Räder des Fahrzeuges auf unterschiedlich griffigem Untergrund gebremst, optimiert SSP Brems- und Fahrleistung dadurch, dass der Fahrer einen zusätzlichen Lenkimpuls zur Stabilisierung des Fahrzeuges erhält: Das System schlägt automatisch den passenden Lenkeinschlag vor, um ein Ausbrechen zu verhindern.

Teigige Schaltung

Die Schaltung wird dem sportlichen Anspruch des 207 RC nicht gerecht. Die Schaltwege sind relativ lang, insgesamt wirken die Gangwechsel recht teigig. Der metallene Schalthebel wird im Winter erfahrungsgemäß sehr kalt.

Die Ausstattung des Innenraums ist in der Top-Version 207 RC Cup auf höchstem Niveau. Neben den Sportsitzen mit ausgeprägtem Seitenhalt sind auch die Sitze für die Passagiere im Fond stark konturiert. Die Bezüge im Innenraum bestehen aus einer Mischung aus Alcantara, Leder und Stoff. Wie das Leder am Lenkrad ist auch die Alu-Pedalerie serienmäßig im Preis inbegriffen. Die schwarz hinterlegten Instrumente mit Chromumrandung fügen sich nahtlos in den optisch hochwertigen Innenraum. Der Peugeot 207 RC kostet in der Grundversion 20 900 Euro. Die Top-Version 207 RC Cup schlägt mit 22 000 Euro zu Buche.

Fazit: Flotter Franzose für kurvenreiche Fahrten

Die Kombination aus Kleinwagen und PS-starken Motoren scheint zunächst widersprüchlich, doch der Peugeot 207 RC beweist, dass hier Zweifel nicht angebracht sind. Besonders auf engen, kurvenreichen Strecken kann der flotte Franzose seine Stärken ausspielen. Er überzeugt durch sein gelungenes Fahrwerk und den günstigen Preis.

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