In der Stadt schlägt die große Stunde des Kleinen
Fiat 500 Cabrio: Der kleine Sonnenschein

Fiat weckt die Erinnerung an bessere Zeiten. War schon die Premiere des neuen 500ers ein gewaltiges Retro-Rührstück, kommt jetzt die Fortsetzung der Erfolgstory.
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dpa-infocom HAMBURG. Gerade noch rechtzeitig für die letzten Sonnenstrahlen der Saison gibt es den Cinquecento nun zu Preisen ab 13 800 Euro wieder so, wie er in den 50er Jahren grundsätzlich ausgeliefert wurde: als luftiges Cabrio mit Rolldach. So spartanisch wie früher ist der kleine Sonnenschein heute allerdings nicht mehr: Schneller noch als beim geschlossenen Modell hat man in diesem offenherzigen Charmeur ein Lächeln auf den Lippen, wenn die Septembersonne über die bunten Farben und die schrägen Formen des Interieurs streicht. Man freut sich über das zumindest vorn ganz ordentliche Platzangebot, und der Blick nach oben trifft auf einen strahlend blauen Himmel.

Auf Knopfdruck lässt der Charmeur die Hüllen fallen

Auch das Verdeck funktioniert heute wie von selbst: Wer 2 800 Euro Open-Air-Zuschlag bezahlt, kann das Tor zum Himmel auf Knopfdruck öffnen. Nur wenige Sekunden dauert es, dann ist das Rollo bis nach hinten gesurrt. Drückt man danach noch einmal, faltet es sich mitsamt der gläsernen Heckscheibe und dem kleinen Spoiler für die dritte Bremsleuchte dorthin, wo Autofahrer früher einmal ihre Hüte abgelegt haben. Allerdings funktioniert die Mechanik für diese letzte Etappe nur bis Tempo 60, während man die Frischluft durch die große Luke auch bei voller Fahrt justieren kann.

Zwar weht schon jenseits der Stadtgrenzen eine steife Brise durch den Cinquecento. Doch darf man sich vom Gattungsbegriff Cabrio nicht täuschen lassen. Weil das Verdeck wie ein großes Schiebefenster in den Dachholmen läuft, müssen die Seitenteile stehen bleiben. Deshalb wirkt der 500c eher wie ein Wintergarten mit offenen Fenstern als eine Sonnenterrasse im Sturm - zumal obendrein die hinteren Seitenscheiben nicht geöffnet werden können. Konkurrenten wie das Mini Cabrio, der Peugeot 207 CC oder der offene Nissan Micra geben sich da viel freizügiger.

Kaum Einbußen beim Platzangebot

Dafür allerdings müssen Cabrio-Fahrer im Fiat 500 keine zusätzlichen Kompromisse beim Platzangebot machen. So büßt der Kofferraum gerade einmal drei Liter ein und fasst mit offenem wie geschlossenem Verdeck 182 Liter. Und wer vorher nicht ans Blechdach gestoßen ist, hat auch in diesem Automodell genügend Kopffreiheit.

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