Industriepartner wird noch gesucht
Kopfstütze vermindert das Verletzungsrisiko

Kopfstützen machen Autofahren sicherer. Fehlen sie oder sind sie falsch eingestellt, kann ein Unfall zu Schleudertrauma oder Verletzungen im Bereich der Halswirbel führen. Die Kasseler Maschinenbaustudenten Robert Bannack und Steffen Schönborn haben eine neue abnehmbare Kopfstütze entwickelt, die beim Aufprall aktiviert wird und die Verletzungsgefahr bei einem Unfall weiter reduzieren soll.

hsn DÜSSELDORF. Durch eine gezielte Bewegung nach vorn wird der Abstand zwischen Kopf und Kopfstützfläche vermindert. Der Insasse wird so im Falle eines Unfalls früher abgestützt. Gleichzeitig wird die Stützfläche nach oben erweitert. Damit wird verhindert, dass der Kopf über die Kopfstütze hinweg schlägt.

Die meisten Kopfstützen im Pkw-Bereich funktionieren mechanisch. Die aktive Kopfstütze der Kasseler Studenten hingegen wird elektronisch ausgelöst, unabhängig von Körpergröße und Gewicht der Insassen. Ein Beschleunigungssensor oder ein Signal eines schon vorhandenen Airbag-Systems soll künftig die innere Mechanik der Kopfstütze mit Hilfe von Elektromagneten entriegeln: Dann fährt sie aus, verringert den Abstand zum Kopf und klappt ihr oberes Polsterteil aus.

In diesem Zustand ist die Stützfläche doppelt so groß wie herkömmliche Stützen. „Ein Hinwegschlagen des Kopfes über die Kopfstütze ist nun fast unmöglich, selbst wenn die Kopfstütze zuvor zu tief eingestellt war“, so die Entwickler. Die Aufprallenergie wird schneller auf eine größere Fläche verteilt, was eine punktuelle Überlastungen des Körpers verhindert. Das Verletzungsrisiko wird erheblich reduziert - auf den vorderen Sitzen wie auf der Rückbank.

Die Kasseler Studenten haben die Kopfstützen so konstruiert, dass sie sich in schon bestehende Sitzsysteme problemlos und kostengünstig integrieren lassen. Was jetzt noch fehlt, ist ein Industriepartner, der Interesse hätte, die patentierte Innovation auf den Markt zu bringen.

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