Infotainment im Auto
25 000 Radiostationen für 62 Lautsprecher

Je enger Auto und Internet zusammenrücken, desto bunter wird das Unterhaltungsprogramm. Man hört Web-Radio, navigiert mit Google und spielt in den Pausen Videospiele. über den Bildschirm flimmern Fotos von Google Earth und der Nachwuchs surft mit dem iPad online. Möglich macht das integrierte Internettechnik, mit der Limousinen der Oberklasse bereits seit einiger Zeit verdrahtet sind.
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dpa/tmn MÜNCHEN/INGOLSTADT. Egal ob Audi A8, BMW Siebener oder Mercedes S-Klasse: Nach Angaben der Hersteller lassen sich diese Fahrzeuge mit zusätzlichen Mobilfunkempfängern längst zu rollenden Hotspots aufrüsten. Vor kleineren Fahrzeugen macht die Entwicklung kein Halt: Auch wenn etwa im Mini oder im Smart noch das Mobiltelefon als Schnittstelle ins Internet dient.

Der mobile Zugang als solcher ist für Autofahrer im Prinzip nichts Neues. "Doch peu à peu greift jetzt auch die Fahrzeugelektronik selbst auf Daten aus dem Internet zurück", erläutert Audi-Sprecher Josef Schloßmacher. Als Beispiel nennt er das Navigationssystem von A7 und A8. Zum ersten Mal haben die Bayern eine Verknüpfung mit Google programmiert. Auf dem Bildschirm sehe der Fahrer neben üblicher Karten und Fotos von Google Earth auch Informationen zu Sonderzielen. Das nächste Kino, ein Schuhgeschäft oder die Stadtbücherei, sei so auf Anhieb gefunden, sagt Schloßmacher.

Raumklang aus 62 Lautsprechern

Neben der Navigation profitiert vom rollenden Internetzugang vor allem das Unterhaltungsprogramm: Web-Radio ist ein Stichwort, mit dem etwa Smart und Mini ihren Kunden die aufpreispflichtige Integration des iphones schmackhaft machen wollen. Mini-Sprecher Cypselus von Frankenberg sagt, empfangbar seien nicht nur die konventionellen Radiosender der jeweiligen Region, sondern über "25 000 Stationen auf dem ganzen Globus".

Aber es geht offenbar noch mehr: So hat Audi den Prototypen eines Q7 vorgestellt, in dem mit 62 Lautsprechern der perfekte Raumklang erzeugt wird. Dafür nutzen die Entwickler die sogenannte Wellenfeldsynthese-Technologie (WFS), die auf exakt modulierten Schallwellen fußt. Egal wo man sitzt, sind die einzelnen Quellen, zum Beispiel ein Sänger, die Gitarre oder das Schlagzeug, aus jeweils einer anderen Ecke zu hören - wie bei einem Konzert. Und Denis Credé, Leiter der Soundentwicklung bei Audi, stellt für die Zukunft noch mehr Hörgenuss in Aussicht.

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