Internet-Anbindung
Autos werden zu mobilen Multimedia-Plattformen

Der einfache Griff zum Handy steht während der Autofahrt schon unter Strafe. Doch in Zukunft sollen wir E-Mails checken, Kontakte aus sozialen Netzwerken pflegen, aktuelle Routentipps abrufen, - und das alles vom Autositz aus, ungestraft natürlich. Wie Entwickler das Fahrzeug besser mit dem Internet vernetzen wollen.

dpa/tmn HAMBURG. E-Mails checken, Kontakte aus sozialen Netzwerken pflegen, aktuelle Routentipps abrufen - und das alles vom Autositz aus. Nach dem Willen von Entwicklern soll das bald möglich sein. Sie wollen das Fahrzeug mit dem Internet zu vernetzen.

Viele Menschen pendeln mit dem Wagen zur Arbeit. Für andere, etwa im Außendienst Tätige, ist der PKW gleich der Arbeitsplatz. Für beide Fahrergruppen ist die Zeit, in der sie im Stau stehen oder vor Ampeln warten, im Grunde vertan. Sie ließe sich weitaus effektiver nutzen. Deshalb entwickeln sich Autos immer mehr zu vernetzten Multimedia-Plattformen.

Längst ist es nicht mehr damit getan, Langeweile mit einem CD-Radio zu befriedigen. Bei Neuwagen ist es fast schon Standard, dass sie eine Schnittstelle zum Anstöpseln von iPods haben oder mit Slots ausgerüstet sind, in die sich mit MP3-Dateien vollgepackte Speicherkarten schieben lassen. So können Autofahrer auf ihr gesamtes Musikarchiv zugreifen und es über das Audiosystem abspielen.

Freisprecheinrichtungen ermöglichen das Telefonieren während der Fahrt. Auch hier ist der Zugriff auf persönliche Daten wie das Handy-Telefonbuch möglich. Und als Extra für die Warterei im Stau gibt es TV-Tuner, die Programme auf dem Navi-Display wiedergeben.

Kein "weißer Fleck" in der vernetzten Welt

Aber Hersteller und Zulieferer wollen noch mehr Multimedia ins Auto bringen: Sie wollen es mit Internet-Diensten und-Inhalten vernetzen. Man müsse bedenken, dass das Auto in der vernetzten Welt "der einzige weiße Fleck" ist, sagt Horst Leonberger, der für die Deutsche Telekom am vernetzten Fahrzeug arbeitet. Ziel sei es, wie mit dem Smartphone oder PC in Zukunft auch im Auto E-Mails senden und empfangen zu können sowie Online-Dienste und soziale Netzwerke zu nutzen.

Der Analyst Thilo Koslowski vom Technologie-Beratungsunternehmen Gartner ist davon überzeugt, dass die Differenzierung der Fahrzeuge in Zukunft immer mehr darüber erfolgt, "was Nutzer während der Fahrt tun können und wie das Automobil datentechnisch an die Außenwelt angebunden wird".

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