Italienische, praktische Mode ab 22 000 Euro
Fiat Sedici: Mischung aus Kleinwagen und SUV

Vier mal vier ergibt Sedici: Dieses Ergebnis ist das Resultat einer Aufgabe, die Fiat und Suzuki gemeinsam gelöst haben.

dpa-infocom HAAR. Die beiden Hersteller haben im April 2003 begonnen, eine Mischung aus Kleinwagen und SUV auf die Räder zu stellen. Was dabei herauskam, heißt bei Suzuki SX4 und bei Fiat Sedici. Das ist das italienische Wort für sechzehn. Wir sind den schick gestylten Fiat mit dem 120 PS starken Dieselmotor in der Ausstattung Emotion gefahren.

Der Look der beiden Mini-Suvs ähnelt sich. Das Joint-Venture-Produkt wurde im Fiat Stile Centro in Zusammenarbeit mit Giorgetto Giugiaro eingekleidet. Und zwar recht praktisch, denn der Kleine sieht aus, als hätte er viel vor: Es gibt im unteren Bereich der Karosserie eine komplette Seitenschutzverkleidung, vorn und hinten einen Unterfahrschutz sowie eine Dachreling.

Ein Schlüssellos-System öffnet den Weg ins Auto. Das Einsteigen in den Sedici fällt dank seiner höheren Karosserieposition recht leicht. Eingerichtet ist der Kleine zweckmäßig: Grau und Schwarz dominieren in der Farbgebung.

Gute Rundumsicht

Der erhöhte Platz hinter dem Volant erweist sich als bequem. Lobenswert sind vor allem der gute Blick aufs Verkehrsgeschehen und die gute Rundumsicht. Dazu tragen nicht zuletzt auch die relativ großen und tief nach unten ausgeschnittenen Dreiecksfenster in den A- Säulen bei, die beim Abbiegen einen sicheren Blick auf den Gegen- oder Querverkehr zulassen. Große Außenspiegel erleichtern zudem den Rückblick. Im Fond ist man bequem und mit genügend Kopffreiheit untergebracht. Wer nur zu zweit fährt, kann Rücksitzlehnen und - flächen nach vorn klappen und so den Stauraum vergrößern.

Das Cockpit erinnert an den Suzuki Swift und auch das Lenkrad mit den Bedientasten kommt als Gleichbauteil zum Einsatz. Die Armaturentafel gleicht der im SX4 fast aufs Haar, nur die Regler der Klimaautomatik unterscheiden sich in ihrer Gestaltung. Die Bedienelemente sind logisch angeordnet, gut zu erreichen und funktional zu bedienen.

Stark bei mittleren Touren

Der Dieselmotor kann vor allem nach dem Kaltstart sein Selbstzündertum nicht verhehlen, und wird danach zwar leiser, aber bleibt akustisch anwesend. Bereits vom Start weg ist die 1,9-Liter- Maschine antrittsstark. Das Aggregat punktet mit Durchzugskraft im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Nach 11,2 Sekunden streift die Tachonadel die Hunderter-Marke und bleibt bei 180 km/h stehen.

Exakte und knackige Schaltung

Nichts auszusetzen gibt es an der Sechsgang-Schaltung: Die Box lässt sich exakt und knackig bedienen. Das Fahrwerk ist nicht übertrieben komfortabel abgestimmt und meldet Bodenwellen nach innen. Widmen wir uns den Allradqualitäten: Mit einem 4x4-Antrieb eignet sich der Sedici durchaus für leichtes Gelände. Im Normalbetrieb treiben ausschließlich die Fronträder das Fiat-SUV. Per Knopfdruck lässt sich ein Automatikmodus aktivieren: Dann werden die Hinterräder in die Antriebsarbeit mit einbezogen, wenn die Vorderräder an Traktion verlieren. Das ist auch die Einstellung, die man wählen sollte, wenn man Kurven ein wenig ambitionierter angehen möchte.

Ein ESP ist übrigens nur in Kombination mit Kopfairbags und für die Ausstattungsvariante Emotion gegen einen Aufpreis von 500 Euro zu haben. Für rutschige Schlammstrecken kann der Vierradantrieb ebenfalls per Tastendruck gesperrt werden, um die Kraft in einem Verhältnis 50:50 zu verteilen.

Ab 22 000 Euro

Für den Fiat Sedici 1.9 Multijet 8V Emotion muss man 22 000 Euro zum Händler mitbringen. Dafür sind beispielsweise der Diesel- Partikelfilter, der zuschaltbare Allradantrieb, die Klimaautomatik, 16-Zoll-Alufelgen und der Offroad-Unterfahrschutz für vorn und hinten ab Werk an Bord.

Fazit: Kompakt und kaum Konkurrenz

Der kompakte Fiat Sedici hat außer dem baugleichen Suzuki SX4 kaum einen Konkurrenten auf dem Markt. Er ist eine preisgünstige und sparsame Alternative für Leute, die kein großes und teures SUV brauchen, aber auf eine hohe Sitzposition und einen zuschaltbaren Allradantrieb nicht verzichten möchten. Wer oft Strecken im leichten Gelände zurücklegen muss, ist mit dem schicken und praktischen Fiat gut bedient.

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