Jaguar XF Sportbrake: Die Raubkatze, die nur dieselt

Jaguar XF Sportbrake
Die Raubkatze, die nur dieselt

Lange fehlte Jaguar beim Bestseller-Modell XF eine Kombiversion. Die fährt am 24. November als XF Sportbrake auf den Markt. Zum Lifestyle kommt dann Nutzwert - und ein einziger, ganz Jaguar-untypischer Motor.
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Edinburgh/SchottlandAuch wenn Audi sich den Werbeslogan „Schöne Kombis heißen Avant“ ausgedacht hat, die Konkurrenz bietet mittlerweile genauso Attraktives. Allen voran BMW mit dem 5er Touring. Schicker und sportlicher lässt sich die Lust auf einen Luxus-Laster kaum wecken. Oder doch? Zumindest glaubt dies Chef-Designer Ian Callum. Seit über zehn Jahren bestimmt der Schotte den optischen Auftritt von Jaguar. Callum leitete 2008 mit dem XF die interne Wende im Design ein: weg von den klassischen, hin zu modernen Linien.

Dafür musste er auch Kritik einstecken, besonders aus der Ecke der Traditionalisten. Doch der Erfolg des XF gibt Callum Recht. Nie zuvor verbuchte Jaguar mehr Bestellungen auf ein neues Modell, noch immer ist der XF Bestseller im Portfolio. Lediglich beim Thema Kombi mussten die Händler „sorry“ sagen – und brachten sich um ein lukratives Geschäft. Denn im Mittel-/Oberklasse-Segment macht der Kombi-Anteil fast 60 Prozent aus.

Das hat man natürlich längst auch in der Jaguar-Zentrale von Gaydon erkannt. Nun rollt am 24. November der XF Sportbrake auf den Markt, zu Grundpreisen zwischen 48.550 und 56.550 Euro. „Damit ist die Kombiversion jeweils 2.650 Euro teurer als die vergleichbare Limousine“, sagt der Markendirektor von Jaguar Deutschland, Axel Ecke.

Das elegantere Design bleibt allerdings der Limousine vorbehalten. Dem Sportbrake-Heck fehlt es ein wenig an Feinschliff, um beim Betrachter augenblicklich eine „Wow“-Reaktion auszulösen. Wer hinter dem Jaguar-Kombi fährt, dem fällt hauptsächlich die dicke Chromspange zwischen den Rückleuchten auf. Sie macht den Katzenhintern unnötig wuchtig. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Dafür erhält der Kunde deutlich mehr Nutzwert. Netto, das heißt bei aufgestellten Rücksitzen, schluckt der Kofferraum 550 Liter. Ein gutes Maß. Sind die Sitze komplett umgelegt, steigt das Ladevolumen auf 1635 Liter. Auch hier braucht sich der XF vor seinen Lifestyle-Konkurrenten nicht zu verstecken.

Zu den Bestwerten im Segment gehört die Ladelänge von fast zwei Metern. Weniger glücklich dürften Golfspieler nach dem Öffnen der elektrischen Heckklappe (Aufpreis) sein. Bei voller Bestuhlung passt eine Trolley-Tasche mit Schlägerset weder längst bis an die Lehnen hinein, noch quer zwischen die Seitenwände.

Technisch unterscheidet sich der Sportbrake von der Limousine lediglich durch eine andere Hinterachse. Weil nichts peinlicher ist als ein beladener Kombi, der hinten in den Knien hängt, spendierte Jaguar seiner Cargo-Katze eine Luftfederung mit Niveauregulierung. Ein anderes Gefühl hinter dem Lenkrad stellt sich indes nicht ein.

Warum auch? Wie gehabt fährt sich der XF geschmeidig und komfortabel, rollt leise ab und lenkt sich präzise. Man ist sehr schnell vertraut mit diesem Auto. Dazu trägt wesentlich die Achtgangautomatik von ZF bei, die bei allen Motorisierungen serienmäßig an Bord ist.

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  • Früher war ich stolz einen BMW oder Mercedes gefahren zu haben seit über 5 Jahren Fahre ich Jaguar. Gründe gibt es viele keine Qualität und BMW mit Rostprobleme

    m.f.g g. botzon

  • Klar, daß der Diesel seidenweich läuft. Lieber Journalist, der ist nämlich von Citroen!

  • Leider immer noch Ford Mondeo mit Jaguar Emblem und besserem Motor, von Hinten kann man die kaum unterscheiden und in diesen Preisklassen möchte man wohl eher ein eigenständiges Auto fahren, wie es Audi, BMW und Mercedes vormachen... alle eigene Designlinien auch beim Volvo ist das Ford Paket noch nicht raus...

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