Jaguar XKR-Coupé: Softie im Sportdress

Jaguar XKR-Coupé
Softie im Sportdress

Das Auto sieht gut aus. Der Mann auch. Rüdiger Wunderlich, Unternehmer aus Baden-Baden, scheint wie geschaffen für einen englischen Sportwagen wie das neue Jaguar XKR-Coupé. Für ihn hat der XKR ein paar Schönheitsfehler – und trotzdem das Zeug zum modernen Klassiker.

DÜSSELDORF. Der 58-jährige Rüdiger Wunderlich, ehemalige Vertriebschef von Pepsi Deutschland, der sein Geld heute vor allem mit einem florierenden Eierhandel und mit der Beratung bei „Mergers and Acquisitions“ verdient, paart lässige Eleganz mit einem Schuss Sportlichkeit, die nie aufgesetzt wirkt.

Genau wie das neue Coupé der britischen Nobelmarke, dessen edles Design sich durchaus am noch exklusiveren „Konzernbruder Aston Martin Vantage“ orientiert, wie Wunderlich umgehend konstatiert.

Der Jaguar, der Unternehmer und die Exklusivität des Bade- und Kurortes Baden-Baden, wo Wunderlich seit mehr als 20 Jahren seinen Firmensitz hat, gehen vom ersten Moment an eine perfekte Synthese ein. „Die Form ist sehr gelungen“, schwärmt er und hat gleich eine Erklärung parat. „Ich sehe hier noch die Handschrift von Wolfgang Reitzle und seinen Designern“, glaubt Wunderlich den Einfluss des ehemaligen Ford-Konzern- und heutigen Chefs des Gaseherstellers Linde zu erkennen.

„In der Mittellage ist das Auto sehr angenehm zu fahren, die Automatik passt dazu sehr gut“, so Wunderlichs Urteil nach den ersten Fahrkilometern. Weniger zufrieden ist er mit dem Finish des 95 000 Euro teuren Briten. Denn neben Leder und gebürstetem Aluminium hat man stellenweise billiges Plastik und noch billigeren Filz verbaut; beides wirkt in einem Luxusfahrzeug dieser Klasse fehl am Platz. „Da sieht man dann die Herkunft“, so der Wahl-Baden-Badener. „Das ist eben Ford. Das muss man sich eigentlich nicht antun“, mäkelt Wunderlich.

Mehr Spaß macht dem fünffachen Vater mit „Kindern in drei Generationen“, wie er schmunzelnd sagt, das Fauchen der Raubkatze. Der Sound des 4,2-Liter-V8-Triebwerks, das unter einer schier endlos langen Motorhaube steckt, die an den legendären E-Type erinnern soll, „der ist sehr gelungen“, freut sich der Tester. Wunderlich schätzt die legendäre Marke offensichtlich besonders und bescheinigt dem neuen XKR „vom Ansatz her“ die richtige Richtung. „Jaguar hat immer wieder sehr schöne, individuelle Autos gebaut, die den Porsches und Ferraris dieser Welt etwas entgegenzusetzen hatten. Und der XKR gehört ebenfalls in diese Linie.“

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