Jubiläum
100 Jahre Lancia: Automobile nobile

Selbsttragende Karosserie, Einzelradaufhängung, V6-Motor: Diese heute alltäglichen und selbstverständlichen Zutaten des modernen Automobilbaus sind allesamt Erfindungen von Lancia.

MÜNCHEN. Ohne die kreative Kraft von Firmengründer Vincenzo Lancia, hätten viele technische Innovationen gar nicht oder erst viel später ihren Weg in das Auto gefunden. Es ist das Jahr 1906. Vincenzo Lancia ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit sechs Jahren als Test- und Rennfahrer bei der noch jungen Firma Fiat angestellt. Er gilt als schnell und ungestüm. Wenn bei den Wettbewerben ein Wagen im Drift um die Ecken kommt, dann sitzt meist Lancia am Steuer. Hier keimt sein Wunsch nach einem neuen, leichten Automobil. “Die heutigen Automobile sind nichts weiter als pferdelose Kutschen„, soll er gesagt haben. “Schwerfällig und unzeitgemäß.„ Zusammen mit seinem Testfahrerkollegen Claudio Fogolin gründet er deshalb am 29. November die Lancia & C. Fabbrica Automobili. 

Wohin die Reise gehen soll, zeigt sein erstes Modell: der zwölf HP debütiert im Januar 1908. Als Antrieb dient ein Vierzylinder mit 2,5 Liter Hubraum, 28 PS und einer Höchstdrehzahl von 1 800/min. Für die damalige Zeit ein Schwindel erregend hoher Wert, drehen doch die Motoren anderer Hersteller mit maximal 1 000 1 200 Touren.

Und in diesem Tempo geht es weiter. 1913 erscheint der Theta, der als erstes Auto in Europa serienmäßig über Elektrik (Anlasser, Lichtmaschine, Scheinwerfer) verfügt. 1922 dann Lancias Geniestreich: der Lambda. Seine selbsttragende Karosserie und die Einzelradaufhängung vorne leuten eine neue Ära ein. Revolutionär ist auch sein Motor: ein V4 mit engem Zylinderwinkel. Das Prinzip wird Lancia über die Jahre hinweg perfektionieren und bis in die Mitte der Siebzigerjahre verwenden. 

Die Güte und Fortschrittlichkeit der von namhaften Karossiers wie Pinin Farina oder Touring eingekleideten Konstruktionen spricht sich herum. In den Zwanzigern und Dreißigern entdecken die Schönen, Reichen und Berühmten die Marke Lancia für sich. Greta Garbo, Marlene Dietrich, Max Schmeling und Ernest Hemingway: Alle haben sie einen der formschönen Wagen in ihrer Garage. 

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